<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<feed xml:lang="de" xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" 
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" 
	xmlns:gml="http://www.opengis.net/gml" 
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
    <title>Hilar Luetolf</title>
    <link href="http://www.hilar.ch/atom.xml" rel="self" type="application/atom+xml" />
	<link href="http://www.hilar.ch/rss.xml" rel="alternate" type="application/rss+xml" />
	<link href="http://www.hilar.ch/" rel="alternate" type="text/html" />
	<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf</id>
	<subtitle type="html">Die private Homepage von Hilar Luetolf</subtitle>
	<dc:language>de</dc:language>
	<generator uri="http://www.webtool.net">cms@webtool v1.1</generator>
    	<updated>2008-02-25T21:13:53+02:00</updated>
	<entry>
		<title type="html">Ausflugsvorschläge und Touren als KML</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Drüben beim <a title="Providerliste Blog" target="_blank" href="http://blog.providerliste.ch/">Providerliste Blog</a> habe ich jüngst eine Review über ein GPS Gerät (<a target="_blank" title="Garmin GPSmap 60CSx" href="http://blog.providerliste.ch/mem/8335/review_garmin_gpsmap_60csx.html">Garmin GPSmap 60CSx</a>) veröffentlicht. Damit (und anders) &quot;erstellte&quot; Touren habe ich in Form von KML Dateien unter <a title="KML Dateien" target="_blank" href="http://hilar.ch/kml">http://hilar.ch/kml</a> abgelegt. Vielleicht dienen Sie dem einen oder andern mal als Ideen für mögliche Ausflüge? <br /><br />Damit man sich ein Bild über Region und Lage der Ausflüge machen kann, können die Touren neben dem Download als KML Dateien unter <a title="Map" target="_blank" href="http://hilar.ch/kml/map.php">http://hilar.ch/kml/map.php</a> auch direkt auf einer Map angezeigt werden.

			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/57/ausflugsvorschlaege_und_touren_als_kml.html" />
		<published>2008-02-25T18:00:00+02:00</published>
		<updated>2008-02-25T21:13:53+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.57</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.41 9.37</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">IMAP, SyncML und ScheduleWorld</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Bis vor etwas mehr als einem halben Jahr nutzte ich sowohl für Kalender, Mail und Adressbuch Lotus Notes; die Mails wurden mittels POP3 vom Server geladen und auf verschiedene Repliken (Notebook, mac mini, Domino Server etcetera) verteilt. Soweit so gut, doch so richtig glücklich bin ich damit nie geworden.<br /><br />Die Frage stellte ich mir immer öfters: gibt es vielleicht etwas andere Lösungen, vielleicht ohne Lotus Notes, etwas interoperables? - Natürlich gibt es das! Und folgendermassen sieht das bei mir heutzutage aus...<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Mails</span><br /><br />Die Mails habe ich allesamt auf dem IMAP4 Mailserver meines Shared Hosting Providers abgelegt. Da ich mir die Mühe genommen habe, alte Archive (leider nicht ganz lückenlos, aber immerhin ;-) zu öffnen, kann ich jederzeit auf Mails zurückgreifen die zum Teil schon über 10 Jahre alt sind. Faszinierend, wie ich finde ;-).<br /><br />Am meisten hatte mich vorher gestört, dass ich meine (einmal vom Server mit POP3 abgerufenen) Mails nicht mit einem richtigen Webmail hatte verwalten können. Auf der Serverreplik konnte ich eingegangene Mails zwar lesen, aber konnte ich von da keine Mails versenden mit meiner privaten E-Mail Adresse. Versendete ich über meinen eigentlichen Mailserver Nachrichten via Webmail, waren diese wiederum nicht in meiner eigentlich Mail DB abgelegt; immerhin aber wiesen diese die richtige Absender Adresse auf. <br /><br />Mit der jetzigen Lösung sieht das nun vollkommen anders aus: alle meine IMAP fähigen Mailclients haben alle oder einige meiner Ordner abonniert. Aktuell greife ich mit Mozilla Thunderbird, Mac Mail, Horde Webmail, Lonely Cat Game's <a title="Profimail" href="http://www.lonelycatgames.com/?app=profimail">Profimail</a> und einem Nokia Internet Tablet auf die Mails zu, was bisher noch nie zu nennenswerten Problemen geführt hat. Und setzt man bei allen Clients die selben Ordnernamen durch, fängt die Sache an richtig Spass zu machen: Entwürfe können via Webmail gespeichert und anschliessend mit dem Thunderbird fertiggestellt und versendet werden. Die eben gespeicherte Nachricht kann ich auf dem Weg zum Feierabend Bier via Handy noch schnell vom Gesendet Ordner in den richtigen Archiv Ordner verschieben oder löschen, je nachdem. Sollte ich so eine Mail irrtümlich gelöscht haben, fische ich sie mit meinem Mac aus dem Kübel. Was will man noch mehr?!<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Adressbuch und Kalender</span><br /><br />Fast jederman dürfte sich schon einmal über die Unzulänglichkeiten seines persönlichen Adressbuches oder Kalenders geärgert haben: sei es, weil die Synchronisation nicht richtig funktionierte oder Systemgrenzen einem mehr oder weniger dicke Striche durch die Abgleichpläne gemacht hatten. Ich glaube hier nun einen Weg in die richtige Richtung gefunden zu haben: mit <a href="http://www.scheduleworld.com/" title="ScheduleWorld">ScheduleWorld</a>.<br /><br />ScheduleWorld spricht - neben der Möglichkeit der Pflege von Kalender und Adressbuch via Webbrowser - dank <a title="Funambol" href="http://www.funambol.com/">Funambol</a> auch SyncML und bietet so Hand, die Daten mit diversen mobilen Endgeräten und natürlich auch Desktop Anwendungen (zum Teil leider nur mit Hilfe eines intermediären SyncML Clients möglich) abzugleichen. Der Kalender kann als (readonly) ical Kalender in diversen Kalenderapplikationen wie Mac's iCal oder Thunderbirds Lightning eingebunden werden. Das Adressbuch steht via LDAP für Lese- und Schreibzugriffe bereit, To Do's liessen sich als RSS oder Atom Feeds abonnieren. Setzt man Gmail oder Google Calender ein, kann man jene Pendants sich automatisch abgleichen lassen.<br /><br />Thunderbird Benutzer (Mac und Windows) werden seit Ende 2007 besonders verwöhnt: ein Thunderbird Plugin erlaubt einem eine transparente Integration von Adressbuch und Kalender mit bidirektionaler Synchronisation.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Fazit</span><br /><br />Verglichen mit dem Stand von vor knapp einem Jahr kann ich heute Mails, Kalender und Adressbuch dank bekannter Standards über Geräte- und Ideologiegrenzen hinweg problemlos einsetzen und abgleichen. Zwar funktionieren noch nicht alle Synchronisationsvorgänge hieb- und stichfest, aber zufriedenstellend. <br /><br />Momentan einziger Wermutstropfen verbleibt das als Kalendermaster fungierende Lotus Notes meines Arbeitgebers ;-).<br />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/56/imap_syncml_und_scheduleworld.html" />
		<published>2008-02-12T14:35:00+02:00</published>
		<updated>2008-02-12T14:36:04+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.56</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.41 9.37</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Sonos selbstgebastelt</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Wer Sonos nicht kennt (gemäss <a href="http://www.sonos.com" title="sonos" target="_blank">sonos.com</a>): &quot;Mit dem Sonos Digital Music System können Sie Ihre digitalen Audiodaten auf dem PC über sämtliche Lautsprecher im ganzen Haus wiedergeben.&quot;<br /><br />

<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td>Unbestritten, Sonos ist eine tolle Sache - hat aber seinen (stolzen!) Preis. Da ich aber trotzdem genau sowas in der Art gerne hätte: lässt sich etwas ähnliches auch (zumindest ein wenig ;-) günstiger realisieren? Ich greife vor: jawohl!<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Die Library</span><br /><br />Mein heimisches Multimedia System hat nun folgendes Setup: meine komplette MP3 Sammlung (und iTunes Library) residiert neu auf einem Mac mini (klein, aber oho!). Um mich mittelfristig nicht mit Kapazitätsproblemen umherschlagen zu müssen, habe ich eine externe 500GB Harddisk von LaCie dazugekauft. Der Mac fungiert nebenher auch als Fileserver und ist per SSH oder VNC auch von extern verfügbar.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Die Verteilung</span><br /><br />Die Musik lässt sich, abgespielt mit iTunes, über Airport Express Stationen in der ganzen Wohnung per LAN/WLAN verteilen - wo die Musik abgespielt werden soll (in der Stube, und/oder auf der Terrasse...), lässt sich per Mausklick bestimmen. iTunes erkennt im Netzwerk vorhandene Airports automatisch.<br /></td><td><img width="150" title="Mac mini mit 500GB LaCie mimi HUB disk" src="/img/sg/sonos_selbst_1.jpg" /><br />Mac mini mit LaCie Disk<br /> <br /><img width="150" title="Airport Express" src="/img/sg/sonos_selbst_3.jpg" /><br />Airport Express</td></tr></tbody></table>

<br /><br /><table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td><span style="font-weight: bold;">Die Remote Einheit</span><br /><br />Die Fernsteuerung erfolgt ab einem &quot;ausgemusterten&quot; P900 und der darauf installierten Software &quot;<a href="http://www.salling.com/Clicker/mac/" target="_blank" title="Salling Clicker">Salling Clicker</a>&quot; (welche in meinen Augen dem Konkurrenten &quot;<a href="http://www.blueshareware.com/" target="_blank" title="Bluetooth Remote Control">Bluetooth Remote Control</a>&quot; einiges voraus hat) per Bluetooth. Das P900 macht das Bedienen dank Stift und Jog Dial sehr komfortabel.<br /><br />Neben iTunes lassen sich damit natürlich auch Powerpoint, die Maus und die weiteren üblichen Verdächtigen fernsteuern. Leider lässt sich nicht der gesamte Funktionsumfang von iTunes auskosten (Radiostationen, Auswahl Airport Stationen etc.) - fürs erste aber reicht es. <br /><br />Fortan kann ich meine gesamte Musiksammlung von meinem Bequemsessel aus bedienen und geniessen!<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Fazit</span><br /><br />Der Grad an Integration von sonos lässt sich mit diesem Setup nicht ganz erreichen, vorallem die eingeschränkte Funktionalität und Stabilität der Remote Einheit lässt etwas zu wünschen übrig. Ich bin mir aber ziemlich sicher dass Apple und andere um dieses Manko wissen und hier früher oder später geeignete Devices auf den Markt bringen werden (iPhone?). Zwischenzeitlich wäre das Ausweichen auf ein Gerät mit einem grösseren Display und WLAN/VNC (ipaq, Tablet PC, Notebook...) möglich, so könnte man auch die Abspielstationen vom Sessel aus wählen oder einen Stream abspielen. <br /><br />Den selbstständigen Netzaufbau von sonos kann man durch eine geschickt aufgesetzte Netzwerk Topologie wohl ohne Probleme kompensieren. <br /><br />Der grösste Vorteil meiner Lösung liegt aber ganz klar im &quot;Nebeneffekt&quot; eines auch von extern verfügbaren und ausbaufähigen Servers und der (einigermassenen) Offenheit des Systems. Weitere grosse Vorteile sind der übers Ganze gesehene sehr konkurrenzfähige Preis und die Möglichkeit mit Apple TV auch den Fernseher endgültig ans multimediale Zeitalter mit anzuschliessen.<br /><br />Den einzigen eigentlichen Vorteil von Sonos sehe ich in der Möglichkeit mit mehreren unabhängigen Remote Einheiten zeitgleich an verschiedenen Orten unterschiedliche Musik abzuspielen. Sicherlich für grössere Haushalte ein Kriterium; bei mir vorerst aber nicht von Bedeutung :-).<br /></td><td><img width="150" title="Salling Clicker" src="/img/sg/sonos_selbst_4.jpg" /><br /> <br /><img width="150" title="Salling Clicker" src="/img/sg/sonos_selbst_5.jpg" /></td></tr></tbody></table>
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/53/sonos_selbstgebastelt.html" />
		<published>2007-01-21T12:00:00+02:00</published>
		<updated>2007-01-21T14:37:30+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.53</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.41 9.37</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Internet über den Wolken</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Während einem Interkontinentalflug im Internet surfen, Mails runterladen und beantworten und gleich auch noch chatten? Lange nur hab ich davon gelesen (erstmals <a href="http://blog.providerliste.ch/mem/4861/wlan_bei_lufthansa.html" target="_blank" title="2002">2002</a>, konkret wurde es dann <a href="http://blog.providerliste.ch/mem/5178/internet_im_flugzeug.html" target="_blank" title="2003">2003</a>), jetzt durfte ich es endlich mal am eigenen Leib &quot;erfahren&quot; respektive testen :-)<br /><br />So geschehen am 27. Dezember 2006 auf dem Lufthansa Flug LH720 von Frankfurt nach Peking. Der Flieger zwar ein alter Jumbo mit kleinem Röhren TV vorne im Gang an der Decke, aber mit WLAN an Board! Na dann los, dem Angebot auf den Zahn gefühlt!<br /><br />Vorneweg: leider stellt Boeing's Tochtergesellschaft, die &quot;connexion by Boeing&quot;, das Angebot per Ende 2006 ein, Lufthansa versucht aber gemäss dem Inflight Magazin &quot;Lufthansa magazin&quot; nach Kräften den Dienst auch weiterhin anbieten zu können. &quot;Es könne allerdings zu Ausfällen kommen&quot;, so das Magazin weiter. Wir werden sehen!<br /><br />Wie surfts sich nun an Board eines Langstrecken Jumbos? Ganz gut! Verbunden mit dem Access Point war ich sofort, keine Security, 3 Stationen sichtbar, die beste mit &gt;80% Signal in hervorragender Qualität. IP gekriegt, bei der Eingabe eines URL wird man in bekannter Manier auf einen Login Gateway umgeleitet. Das Anmeldeprozedere verläuft zackig und ohne Probleme, obwohl gratis muss ich dennoch meine Kreditkarteninfos hinterlegen. Fertig, Skype und Co. loggen sich ein!<br /><br />Gemäss <a href="http://www.wieistmeineip.de" target="_blank" title="www.wieistmeineip.de">www.wieistmeineip.de</a> hab ich eine US IP, die Bandbreitenmessung ergab um die 200kbit. Per SJPhone rufe ich meine Voicebox an (der Passagier nebenan wundert sich ob des Wähltones), sie reagiert und ein paar Augenblicke später lädt mein Mailclient bereits die Sprachnachricht vom Mailserver herunter. Leider hab ich kein Headset dabei, sonst hätte ich VoIP sicher noch eingehender getestet! So bliebs aber beim Jux Anruf auf ein Händi eines Kollegen den ich per Skype grad auf den Anruf aufmerksam gemacht hab :-).<br /><br />Das Versenden des Screenshots des Tests bei <a href="http://www.wieistmeineip.de" target="_blank" title="www.wieistmeineip.de">www.wieistmeineip.de</a> erfolgt auch ohne Probleme, ein paar Minuten später finde ich bereits die Antwort eines überraschten Absenders in meiner Inbox wieder :-)<br /><br />Wie siehts aus mit IPTV? ADSL.tv lässt mich in bekannter Manier wegen meiner US IP abblitzen, leider funktioniert der Proxy, den ich zum selben Zweck im Juni aus Neuseeland oder Argentinien noch hab verwenden können, nicht mehr. Zattoo? Ebenfalls nicht möglich, beim Streaming Versuch mit meinem Account werd ich mit &quot;Your current location does not match the country you registered your account in&quot; abgewiesen, eine Anmeldung als US Amerikaner wird mit &quot;we will inform you as soon Zattoo is available in your country&quot; niedergekanzelt. Schade!<br /><br />So, genug der Worte, mein Akku neigt sich dem Ende und es riecht bereits nach Kaffee in der Kabine, es wird wohl bald das Frühstück serviert :-)<br /><br />Übrigens, diesen Eintrag hab ich an Bord, circa 2000km vor Peking, auf 11'000m Höhe, geschrieben :-)<br />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/52/internet_ueber_den_wolken.html" />
		<published>2006-12-27T23:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-12-28T00:20:19+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.52</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>39.93 116.39</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">VoIP in Zukunft ortsgebunden?</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Im März 2004 habe ich bei <a title="sipgate.de" target="_blank" href="http://www.sipgate.de">sipgate.de</a> meine erste VoIP Telefonnummer registriert - sipgate war damals einer der ersten Anbieter im deutschsprachigen Raum. Die Auswahl an Ortsvorwahlen war noch sehr eingeschränkt, es standen nur Nummern aus dem Vorwahlbereich 040, Hamburg, zur Verfügung. Dies natürlich kein Grund, keinen Account zu eröffnen und damit VoIP nicht testen zu können. ;-)<br /><br />In Deutschland scheint nun ein (wenn auch nicht gravierender, sicher aber interessanter) Vorteil der VoIP Telefonie langsam ihrem Ende entgegen zu steuern: die Ortsunabhängigkeit. Bislang war es ohne weiteres möglich, eine VoIP Nummer auch im Ausland zu nutzen - und damit zum Beispiel günstige Lokaltelefonate mit Angehörigen in der Heimat zu führen. <br /><br />Eine Verfügung der <a title="Bundesnetzagentur" target="_blank" href="http://www.bundesnetzagentur.de">Bundesnetzagentur</a> in Deutschland verlangt nun aber, per 1. Februar 2007, dass der Nutzer (oder das nutzende Unternehmen) einer Nummer über einen entsprechenden Wohn- oder Firmensitz in der entsprechenden Vorwahlzone besitzen muss.<br /><br />Um meine Nummer behalten zu können, habe ich erstmal die Adresse der Hamburger Niederlassung meines Arbeitgebers in meinem Profil gespeichert... <br /><br />Ob/wann eine ähnliche Verfügung auch in der Schweiz durchgesetzt wird, entzieht sich leider meiner Kenntniss...<br />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/49/voip_in_zukunft_ortsgebunden.html" />
		<published>2006-11-06T19:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-11-06T19:33:01+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.49</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.41 9.37</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">TV Unlimited?</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Zur Zeit bin ich mal wieder im Militär... - dank Mobile Unlimited kann ich da immerhin die langen Wartezeiten (aktueller Index: ~80%) relativ sinnvoll überbrücken. Gehts noch besser? TV gucken über Internet? Auf dem Heuboden, vor der Zivilschutzanlage, im Duro? :-) Obwohl auf dem Lande (Hägendorf/Kappel bei Olten) hab ich dank meiner 5 in 1 Karte zeitweise UMTS, mindestens aber EDGE Abdeckung. Also los, bei ADSL.tv einloggen und ausprobieren... :-)<br /><br />

<img width="580" src="/img/div/mobile_tv.jpg" title="Mobile TV?" alt="Mobile TV?" />

<br /><br />Fazit: trotz automatischer Bestimmung der Qualität ruckeln die Bilder doch recht oft, der Ton kommt aber gut rüber. Wohl (noch) nix für einen spannenden Kinoabend, weit davon weg aber sind wir bestimmt nicht mehr - und fürs Militär reichts allemal! :-)<br />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/48/tv_unlimited.html" />
		<published>2006-10-19T17:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-10-19T18:01:07+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.48</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.3518 7.90192</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Buenos Aires</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

<span style="font-weight: bold;">
Anreise</span>

<br /><br />Die Anreise nach Buenos Aires - BsAs - war wohl der längste Tag in meinem Leben - ich hab nämlich diese ominöse Internationale Datumslinie überquert - tut man dies, fängt der selbe Tag von Neuem an. Ich flog um circa 17 Uhr von Auckland ab und kam um 13 Uhr (jeweils Lokalzeit) des selben Tages in Santiago de Chile an, in BsAs landete ich um 17 Uhr. Der erste Flug dauerte circa 10 Stunden, nach Adam Riese: 17h+10h+11h-1h (Zeitverschiebung zwischen Chile und Argentinien) = 37 Stunden. Nicht schlecht, oder? :-) War ich in Neuseeland der Schweizer Zeit noch 10 Stunden voraus, hinke ich nun 5 Stunden hintennach.

<br /><br />Auf jeden Fall war ich nun in diesem BsAs. Ich dachte da würde in der Ankunftshalle jemand stehen mit einem Zettel in der Hand mit meinem Namen drauf - Fehlanzeige. Ich setzte mich hin und schaute in meinen Unterlagen nach. Auf dem Zettel meiner Sprachschule stand geschrieben ich solle in jenem Dokument, mit dem ich die Adresse meiner Gastfamilie erhalten hätte, (dieses Dokument notabene hab ich nach einem Anruf in der Schweiz zwei Tage vor meiner Anreise erst erhalten...) nachschauen welches Taxiunternehmen mich zur Gastfamilie bringen würde. Da stand aber nix dergleichen - bereits der zweite Schalter hatte dann eine Reservation auf meinen Namen lautend - los ging die Fahrt, mitten ins Herz von BsAs. - Ich solle an der Adresse, wo das Taxi mich ausladen würde, in den fünften Stock gehen, hat man mir noch nachgerufen. Gesagt, getan. Doch: da war nix und niemand. Auf den Türen (und auch auf den Schildern unten beim Eingang) standen keine Namen. Was tun? Portier fragen, genau. Der konnte aber leider keine Sprache der ich auch mächtig gewesen wäre. Er gab mir aber zu verstehen dass ich weder an der mir angegebenen Adresse meiner Gastfamilie sei noch an der der Schule. Zum Glück hatte ich vorher KEIN Geld bezogen oder gewechselt, ein Taxi kam also nicht in Frage. Also zu Fuss - sei nur circa 15 Minuten von hier, die Adresse die man mir als jene meiner Gastfamilie angegeben hatte. 

<br /><br />Es war etwas weiter und es regnete, ich kam ziemlich durchnässt an jener Adresse an und beauftragte den Portier die Leute über meine Ankunft zu informieren, was dann der auch pflichtbewusst tat. Nach etwa 10 Minuten tauchten zwei US Girls auf und fragten mich erstmal aus was ich den hier wolle - nahmen mich dann freundlicherweise aber mit nachdem ich erklärt hatte wie mir geschehen. In der Wohnung angekommen waren da nochmals 2 US Girls und ein Argentino in Shorts. Er gab mir zu verstehen dass er der Sohn der Gastmutter sei (sie sei über das Wochenende auf dem Lande) und er aber nicht so ganz wisse warum ich den hier sei - man habe gesagt ich würde nicht kommen. Er klärte dann aber einiges ab und man schickte mir ein neues Taxi, welches mich wieder an meine erste Adresse zurückfuhr - dieses mal wurde ich dann aber erwartet :-)

<br /><br />Anscheinend hat man meine Gastfamilie ausgetauscht :-) Ich weiss nicht wer hier gepatzt hat, werde der Sache aber mal noch nachgehen, so ich mal Zeit und Lust dazu hab.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Gastfamilie

</span><br /><br />Die vier Wochen in BsAs lebte ich bei einer Gastfamilie - eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich wollte aber auf Nummer sicher gehen dass ich auch ausserhalb der Schulwände etwas an meinen Sprachkenntnissen würde feilen können, was mir, so denke ich, dadurch einigermassen gelungen ist. Am Tag der Ankunft schon - ich brachte kaum ein Wort über die Lippen - sagte mir Martha, meine Gastmutter, &quot;keine Angst, nach diesen vier Wochen wirst du einiges mehr können als heute, dafür werde ich sorgen, ich schwatze nämlich gerne und viel&quot;. So war es den auch, am Esstisch und auch sonst fiel immer wieder mal ein kurzes Schwätzchen an, vor allem Martha gab sich iel Mühe langsam und deutlich zu sprechen, etwas weniger dafür Roberto, mein Gastvater. Er, etwas über achzig Jahre (deutlich älter als Martha, sie etwa sechzig) und pensionierter Ingenieur, sprach derweilen gerne etwas schnell und undeutlich. &quot;Wie der Vater, so der Sohn&quot;, auch er, Damian, Mitte dreissig, jeweils etwas hastig und buchstabenschluckend - vielleicht auch extra um nachher auf Englisch wechseln zu können um seinerseits etwas an den Sprachkenntnissen zu feilen? ;-) 

<br /><br />Die Familie hat noch zwei weitere Kinder - einen jüngeren Sohn, Herman, (anfang dreissig) der in Spanien lebt und eine ebenfalls um die dreissig Jahre alte Tochter, Maria, die in Irland lebt. Damian ist zum zweiten Mal verheiratet und hat eine neun Jahre alte Tochter aus der ersten Ehe. Immer am Wochenende kommt seine Tochter zu ihm auf Besuch, zusammen mit ihr kommt er jeweils vorbei um gemeinsam mit den &quot;Abuelos&quot; zu Mittag zu essen - und, scheinbar war ich nicht der erste, am Samstag abend mit den Gästen im Hause der Eltern in den Ausgang zu gehen und ihnen das Nachleben BsAs' näher zu bringen - da liess ich mich natürlich nicht zweimal bitten :-)

<br /><br />In der Wohnung meiner Gastfamilie hat es neben dem Zimmer, in dem ich über die vier Wochen gewohnt habe, noch ein weiteres Zimmer dass untervermietet wird. Als ich ankam wohnte da eine ältere Dame aus Spanien, die ich während der 3-4 Tage, an denen sie noch dort wohnte, genau einmal sah. Danach stand jenes Zimmer eineinhalb Wochen leer bis ein Südkoreaner, Jin Kyu, dort einzog und das WM Gruppenspiel Schweiz-Südkorea für zusätzlichen WM Gesprächsstoff in der Familie und bei den Portiers unten am Eingang sorgte ;-) Dank seinen eher bescheidenen Englisch Kenntnissen (in Aussprache und Verständnis) war unser gemeinsamer Nenner Spanisch, wodurch ich mit ihm zu weiteren Spanisch Übungsstunden kam - auf dem Schulweg (er besuchte die selbe Schule wie ich) oder während einem der doch einigen &quot;Quilmes&quot; die wir zusammen genossen, sei es unten an der &quot;Esquina&quot; oder in einer der vielen Bars der Stadt. ;-)

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Die Stadt

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Vorneweg: ich habe so ziemlich im Zentrum der Stadt gewohnt, in unmittelbarer Nähe des sogenannten &quot;Microcentro&quot;. In diesem Gebiet trifft man mehr oder weniger alle Sehenswürdigkeiten wie das &quot;Teatro Colón&quot;, die &quot;Plaza de Mayo&quot;, &quot;Puerto Madero&quot;, die mit 140 Metern &quot;breiteste Strasse der Welt&quot;, die &quot;Avenida 9 de Julio&quot; mit dem &quot;Obelisco&quot;, den Congreso und den &quot;Broadway Buenos Aires'&quot;, die &quot;Avenida Corrientes&quot;, um nur einige zu nennen, an - und dies alles in komfortabler Gehdistanz. Ich bin mir sicher dass ich nicht der Erste bin der sich frägt warum nur diese Stadt diesen klingenden Namen trägt - treffender wäre wohl &quot;Males Aires&quot;. Der erste Stadtgründer &quot;Pedro de Mendoza&quot; gab der Stadt 1516 diesen Namen da &quot;gute Lüfte&quot; ihn in die Bucht des &quot;Rio Plata&quot; (mit 45km Breite der &quot;breiteste Fluss der Welt&quot;) getrieben haben. Genau diese guten Lüfte ermöglichen der Stadt noch heute verhältnismässig stahlblaue Tage - ansonsten würde sie wohl wie andere Städte dieser Welt am eigenen Smog zu ersticken drohen.

<br /><br />Unglaublich was sich für Blechlawinen durch die Häuserschluchten des Zentrums der &quot;europäischsten Stadt Südamerikas&quot; drängen - nur an den Wochenende ebbt das Leben im Zentrum etwas ab und verlagert sich an die Peripherie. Bei den Avenidas handelt es sich um vier bis sechsspurige (Ausnahme: 9 de Julio...) Einbahnstrassen die senkrecht zueinander liegen und jeweils circa 4x8 Strassenblocks umschliessen. Diese werden mit circa dreispurigen Strassen &quot;durchblutet&quot;, auch mit nur einer Fahrtrichtung welche mit jeder nächsten Parallelstrasse wechselt. Daraus resultiert eine Art riesiges Schachbrett - dies und die strikte Einhaltung der Regel dass pro Block immer hundert Hausnummern vorhanden sind (die in Parallelstrassen immer den gleichen Bereich abdecken) machen die Orientierung sehr einfach. Geschickt geschaltete Lichtsignale erlauben den Autofahrern ein Reiten auf einer grünen Welle welche - wenn man sie erwischt - einem ein sehr rasches Vorwärtskommen ermöglichen. Dank der Einbahnregelungen gelten für die Fussgänger die selben Intervalle und damit grosszügige Grünphasen und ebenfalls ein rasches Vorwärtskommen - nur die Trottoirs dürften manchmal etwas breiter, ebener und weniger glitschig sein.

<br /><br />In unmittelbarer Nähe des Mikrozentrums liegen die Stadtviertel mit den klingenden Namen &quot;Palermo&quot;, &quot;San Telmo&quot; oder &quot;La Boca&quot;. Vom Stadtzentrum aus in diese &quot;Barrios&quot; nimmt die durchschnittliche Anzahl der Geschosse der Häuser stetig von circa zehn bis fünfzehn auf etwa drei ab. Diese bilden mit weiteren Stadtvierteln die eigentliche Stadt BsAs, die &quot;Capital Federal&quot; mit ihren circa drei Millionen Einwohnern. Über die Grenze der Capital hinaus dehnt sich das sogenannte &quot;Grande Buenos Aires&quot; übergangslos ins Hinterland aus und beherbergt mit allen Vororten circa zwölf Millionen Einwohner, ein Drittel der Bevölkerung Argentiniens. Auch die Provinz um BsAs trägt den Namen der Stadt. Weitere Zahlen gefällig? Insgesamt gibt es circa 100'000 Strassenblocks die 4000km2 bedecken und bis circa siebzig Kilometer ins Land ausfallen. Täglich brausen 15'000 Busse durch die Strassen, pro Tag werden 20 Millionen Tickets des ÖV gelöst. Pro Tag erscheinen circa zwölf Zeitungen mit bis zu 150 Seiten starken Ausgaben (mit viiielen Kleinanzeigen!).

<br /><br />Und wie lebt es sich nun in dieser Monsterstadt? Wie eingangs erwähnt habe ich im Zentrum gewohnt, im fünften Stock eines dreizehn Stockwerke hohen Wohnhauses. Unglücklicherweise war mein Zimmer auf die Seite der ausgesprochen belebten Avenida Callao ausgerichtet, welche sich just nebenan mit der nicht minder aktiven Avenida Corrientes kreuzte - die Lärmkulisse war also (rund um die Uhr) entsprechend hoch. Hohe Fassaden (der kleine Balkon daher meist im Schatten), nackter Asphalt (keine Bäume) und schlechte Fenster trugen ihr ihriges zu unruhigen Nächten bei - kurzum, die Lebensqualität im Zentrum ist eher schlecht. Auch ist das Zentrum - zumindest tagsüber - nicht gerade ein Blickfang (man möge mir verzeihen). Ausser man liebt ein wirres Durcheinander verschiedenster Baustile mehr oder weniger vergangener Epochen, Blütezeiten und diverser &quot;Dürrephasen&quot; welche ihre nüchternen, verspielten, gläsernen und sandsteinernen Zeitzeugen hinterlassen haben. Liebhaber der Aveniden eines Paris oder Prags (zu denen ich mich zähle) kommen in BsAs weniger auf Ihre Kosten. Nichts desto trotz haben die Bilder dieser Gebäude unterschiedlichster Ausprägungen, Schulter an Schulter in die Strassenblocks gepfercht, ihren Reiz, nicht aber die Anmut und niemals den Charme einer europäischen Altstadt. Nachts, sobald die Fassaden ins Dunkel und die Strassen ins Licht gerückt, gefällt mir das Zentrum besser - endlos viel Futter für schaurig schöne Langzeitbelichtungen!</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/callao_2.jpg" /><br />Callao 463<br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/callao_1.jpg" /><br />Blick aus Fenster<br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/colon.jpg" /><br />Im Colón<br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/recoleta.jpg" /><br />Cementerio de Recoleta</td></tr></tbody></table>

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/9_julio.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/obelisco.jpg" />

<br />Links: 9 de Julio, breiteste Strasse der Welt, Rechts: El Obelisco<br /><br />Auch wenn das Zentrum im Meer eben dieser wirren Strassenblocks mit vergleichweise wenigen architektonischen Meisterwerken (dafür wahren Perlen die von besten Zeiten zeugen!) auskommen muss, hat das Erkunden der Innenstadt selbstverständlichn seinen Reiz, hat man sich erstmal ans Bild der Stadt gewöhnt. Lässt man den Blick nicht höher als maximal zwei Stockwerke schweifen (was sich sowieso empfiehlt, möchte man nicht in einen der vielen Hundekote trampeln), wird man von der riesigen Anzahl kleiner und grosser, mehr oder weniger farbigen Kiosks, Läden, Bars, Büchereien, Handwerkerstuben, Panaderien, Locutorios und anderen Angeboten zum Schwelgen, Schlendern, Einkaufen und Rasten eingeladen. Die an das Zentrum grenzenden Quartiere unterscheiden sich vom diesem sehr stark, langgezogene Alleen und breite Trottoire machen diese Gegenden zu idyllischen und ruhigen Wohnquartieren mit nahen Grünanlagen und Parks als Naherholungsgebiete. Unter den wesentlich kleineren Gebäuden warten viele Perlen darauf vom Betrachter entdeckt zu werden! 

<br /><br />Alles in allem sei diese Stadt allen Besuchern äusserst empfohlen, eben gerade diese Mischung allen Erdenklichens macht sie zu dem was sie ist: Buenos Aires eben! &quot;Liebe auf den ersten Blick&quot; ist mit dieser Stadt wohl weniger die Regel, diese Stadt will entdeckt und ins Herz geschlossen werden.

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/plaza_mayo.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/puerto_madero.jpg" />

<br />Links: Plaza de Mayo, Rechts: Puerto Madero<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Schule

</span><br /><br />Mit meiner Schule &quot;ECELA&quot; (Escuelas y Centres Español en Latin America, www.ecela.com) bin ich im Grossen und Ganzen sehr zufrieden - dank äusserst engagierten und gut ausgebildeten Lehrern und Kleinklassen (maximal 6 Schüler) war der Lerneffekt sehr gross. Leider wurde nach dem Übertritt ins nächste Niveau (nach dem Passieren einer einfachen Prüfung) relativ viel Stoff wiederholt (sie sagten dem zwar &quot;Vertiefung&quot;), auch schienen mir die Einstufungstests der neuen Schüler (man kann jede Woche an der Schule starten) etwas zu &quot;grobmaschig&quot;, die neuen Studenten erwiesen sich manchmal als etwas aufhaltend. Auch wurde dem Austritt aus der Schule etwas wenig Rechnung getragen - ein ganzer Vormittag wurde nämlich der Repetition des durchgenommenen Stoffes im Hinblick auf die Prüfung für den Übertritt ins nächste Niveau, ein weiterer für die Prüfung geopfert. Ich konnte dem aber etwas Gutes abhaben und schlief diese letzten beiden Tage etwas länger :-) 

<br /><br />Als äusserst empfehlenswert empfand ich den Einzelunterricht der jeweils nachmittags stattfand, auch hier mit sehr engagierten und gut ausgebildeten Lehrkräften. Den Inhalt der Stunden konnte ich frei wählen - die ersten paar Male verbrachte ich also mit dem Beschreiben von Bildergeschichten (oder mit solchen Versuchen ;-), als das Wichtigste erschien mir das ich etwas zum Sprechen kam. Dies hat sich vorallem anfangs sehr schnell ausbezahlt. Bald kamen neben anderen Sprechaktivitäten auch das Repetieren von Grammatik, das Lesen und Verstehen von Texten und neue, vom Hauptunterricht nicht behandelte Themen, dazu.

<br /><br />Die Schule möchte sich neben ihrer Haupttätigkeit als Bildungsstätte der Spanischen Sprache auch als überaus aktive land- und kulturvermittelnde Institution anerkannt sehen - und organisiert an jedem Wochentag kleinere Aktivitäten. Immer Montags steht ein Besuch eines Stadtviertels auf dem Programm, Dienstags wird ein Konversationsclub abgehalten (über irgend ein Thema), Mittwochs besucht man eine kulturelle Veranstaltung (Tango, Theater etc.) und am Donnerstag wird (aktiv) getanzt. Obwohl ich nicht an vielen solchen Tätigkeiten teilgenommen habe würde ich die Schule auch in dieser Hinsicht weiterempfehlen. Was ich aber meiden würde: die Wochenendreisen nach Mendoza, Iguazu oder sonstwohin. Mein Tipp: auf eigene Faust - die Reisen waren nämlich jeweils etwas überteuert, das Wissen und Engagement der Guides etwas dürftig und Transport und Unterkunft am untern Limit. Zur Entlastung der Schule möchte ich anfügen dass die Schule diese Reisen über eine Drittfirma anbietet, für den Inhalt und die Organisation also nicht direkt verantwortlich ist.

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Wochenende in Mendoza

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Nach zwei Wochen in Buenos Aires, Halbzeit, liess ich mich von der immer aktiven und begeisterten Verkaufsmannschaft der der Schule nahestenden Reisefirma zu einem Ausflug nach Mendoza, Weinhauptstadt am Fusse der Anden, überzeugen. Da der darauffolgende Montag ein Feiertag war stand uns ein verlängertes Wochenende zur Verfügung, was für dieses Vorhaben von Vorteil ist - mit dem von uns gewählten Reisemittel &quot;Micro&quot; (Überlandbus) benötigt man für die circa 1000km etwa dreizehn Stunden. So blieben uns zwei Nächte in Mendoza, was sich äusserst gelohnt hat.

<br /><br />Am Tage der Ankunft standen neben einem kleinen Stadtrundgang noch die Besichtigungen zweier Bodegas auf dem Programm, Degustation jeweils inklusive. Die Weine haben vorzüglich geschmeckt, ich habe mir fest vorgenommen in Zukunft öfters mal einen guten Tropfen zu trinken! 

<br /><br />Für den Sonntag haben wir (ich, eine Schweizerin, ein Amerikaner und eine Kanadierin) uns für einen Ausflug (ich korrigiere: Ausfahrt) in die Anden angemeldet. Auf dem Programm standen den auch Leckerbissen wie eine kleine Kopie des &quot;Cerro de los siete colores&quot;, &quot;Puenta del Inca&quot; und mit dem Aconcagua und seinen stolzen 6962m der höchste Berg der westlichen Hemisphäre! Selbstverständlich muss man für so einen Ausflug früh aus den Federn - schon um halb acht mussten wir deshalb bereitstehen um abgeholt zu werden. Zweieinhalb Stunden später kam das Taxi den auch schon - ein normaler PW mit dem aufgeweckten Jorge am Steuer. Der eigentlich Bus sei kaputt gegangen, darum hätte man ihn aufgeboten, es tue im leid dass er nicht habe früher kommen können. Schade! Den diese Zeit wäre wohl dafür eingerechnet gewesen bei den erwähnten Sehenswürdigkeiten nicht nur daran vorbeizurasen, sondern anzuhalten, auszusteigen und Fötelis zu machen. Zum Glück kann ich mit meiner Kamera Ultrakurzzeitbelichtungen machen, vielleicht hats ein paar gute Schnappschüsse drunter. Auch der Fahrstil von Jorge war nicht nach unserm Geschmack - ruppig, nah auffahren, riskante Überholmanöver und überhöhte Geschwindigkeit auf den Passstrassen in Richtung Chile - teils entlang am ehemaligen Trassee der früheren Transandinen Eisenbahn. In den Tunnels hat ers genossen das Fenster herunterzukurbeln und rauszuschreien oder zu hupen um sich am Echo zu erheitern, die überholten (&quot;erlegten&quot;) Lastwagen liess er mit einem freundlichen Gehupe im Rückspiegel verschwinden. Schade war auch dass er von der Gegend nicht sehr viel  zu erzählen wusste, die Existenz des Weltnaturerbes &quot;Puente del Inca&quot; im gleichnamigen Dörfchen hat er auch nach mehrmaligem Nachhaken meinerseits bestritten... Wie dem auch sei, der Tag war trotz allem die 60 Pesos wert, das Zmittagessen auf 3200m, umgeben von hohen Bergen (darunter eben dieser Aconcagua, leider in Wolken gehüllt) eindrücklich. Mit einem Prachtsexemplar eines freundlichen Bernhardiners haben wir sogar noch etwas Heimat angetroffen.</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/bari.jpg" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/mendoza_3.jpg" /><br />Am Degustieren</td></tr></tbody></table>

<br /><br />Am Montag standen neben dem Pflichtprogramm für uns beiden Schweizer (WM Spiel Schweiz - Togo) ein &quot;Asado&quot; und abermals Wein auf dem Programm. Ein Tag zum Geniessen! Etwas ausserhalb der Stadt in der Gartenanlage eines nobleren, familiären Hotels mit Pool wurde für uns grilliert und Wein serviert. Herrlich! Das Sahnehäubchen: Rückenmassage am Nachmittag - ideal auch um die Rückfahrt nach BsAs besser wegzustecken. Immerhin hatten wir einen Bus der Buchungsklasse &quot;Semicama&quot; - die Grösse der Sitze in so einem Car kann man wohl mit jenen der Business Klasse eines Fliegers vergleichen. Auch werden einem Znacht und Zmorge serviert. - Für die Weiterreise nach Iguazu aber haben Marco und ich uns erstmal für einen Flug entschieden, man gönnt sich ja sonst nix :-) Und wenns dann mal ein Bus sein soll, dann sicher einer der höchsten Buchungsklasse!

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/mendoza_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/bsas/mendoza_2.jpg" /><br />Links: Im Weinkeller der Bodega Norton, Rechts: Farbiger Cerro<br />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/26/buenos_aires.html" />
		<published>2006-07-14T18:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T18:29:48+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.26</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>-24.78 -65.4</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Neuseeland</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Nun ist auch diese Etappe Vergangenheit, nach knapp zweieinhalb Wochen in &quot;Aotearoa&quot; (Land der langen weissen Wolke - Zweifel vorbehalten) steht nun der grösste Abschnitt meiner &quot;Rundreise&quot; an: Südamerika. Erst aber möcht ich hier niederschreiben was ich in Neuseeland alles so erlebt hab :-)

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Einreise

</span><br /><br />Ich bin mir vom Einreisen in fremde Länder einiges gewöhnt - da wäre z.B. das Ja-Nicht-Hinschauen-Sonst-Böse-Angucken in China. Oder das Leck-Mich-Am-Arsch Gesicht (Sorry...) des Beamten in Swasiland (auf einem lottrigen Stuhl unter einem etwas vergilbten Foto des dortigen Königs, neben einer Schüssel Gratiskondome). Auch Australien hat einiges an Zeit und Nerven gekostet. Aber Neuseeland ist nun Träger der Bestnote - immerhin kündigten sie das auf den im Flugzeug verteilten Formularen schon mal (nicht ganz ohne Stolz) an. Start der Zeremonie war bereits in Hong Kong: die wollten beim Einchecken mein Retourticket sehen - sei eine Vorschrift. Das Formular selbst ist nix besonderes (ausser der Androhung drastischer Geldbussen oder gar Kittchen bei Falschangaben). Nach dem Fassen des Gepäcks dann aber der Höhepunkt: man bittet mich zum Interview! Wo ich herkomme, wann ich wieder gehe, Retourticket (nochmals) zeigen bitte! Was ich den so tue daheim, was ich in Neuseeland zu tun beabsichtige, ob ich Drogen konsumiere, Rumschnüffeln im Pass (ah, Sie waren in Südafrika). Hab mich fast zu einer Bemerkung hinreissen lassen, hab diese aber mit einem Lächeln geschluckt, man möcht ja nicht negativ auffallen. Immerhin haben sie keinen Drogenhund auf mein Gepäck losgelassen. - Ich finds ja OK wenn man eine Auge auf die Personen wirft die ins Land wollen, die Kiwis aber übertreibens in meinen Augen nun wirklich ein wenig.

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Auckland, 18. Mai bis 21. Mai

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Nachdem mich der Shuttle Bus, vom Flughafen kommend, vor meinem Hotel abgesetzt hat (&quot;24 bugs, mate&quot;) und ich mein Zimmer bezogen hatte, machte ich mich gleich auf den ersten Rundgang durch Auckland. Die Stadt kam mir - nach Hong Kong und Peking - äusserst beschaulich, friedlich und gemächlich vor. Obwohl Auckland mit rund 1.3 Millionen Einwohnern immerhin die mit Abstand grösste Stadt Neuseelands ist und als solche einen guten Viertel der gesamten Bevölkerung beherbergt. Ist mir aber irgendwie recht, ich freue mich auf ein paar ruhige Tage in der &quot;City of Sails&quot;.

<br /><br />So ziemlich als Erstes hab ich mich erkundigt wo es den um die Ecke einen Laundry Service gebe - eine banale Frage an und für sich. Nicht aber wenn man in einem dieser Backpacker untergebracht ist, da scheinen sich die Angestellten mehr um des Kunden Geldbeutel zu kümmern als es der Kunde selbst tut - in meinem Fall zumindest. Sie sagten mir nämlich ich solle doch die Waschmaschine im Haus benützen, das koste nur 3 Dollars, Waschpulver gäbe es für einen weiteren Dollar. Ich bestand aber auf meinem Laundry Service und kriegte den auch gleich 2 Türen weiter - für doch nicht minder günstige 10 Dollars, inklusive Trocknen und zusammenlegen! Egal - die folgende Begegnung war ebenfalls amüsant, ich wollte einen Tagesausflug buchen. So machte ich mich zum nächsten Reisebüro auf und erkundigte mich nach den Angeboten. Da war z.B. ein Segeltärn mit einer der Yachten des America's Cup (ja, jene). Und da kam das Fettnäpfchen auch schon - der Guy hinterm Tresen meinte nämlich dass diese aber nur ausliefen sofern das Wetter es zuliesse - da sonst der Mast in die Brüche gehen könnte. Er wunderte sich wohl warum dieser Tourist bei diesem mässig lustigen Witz breiter gegrinst hat als er selbst - bis ich ihm dann meine Staatsangehörigkeit preisgeben musste, um meine &quot;Dolphin and Whale Safari&quot; zu buchen. :-)</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/auckland_1.jpg" /><br />Hier hats Futter</td></tr></tbody></table>

<br /><br />Die Safari war nicht schlecht - vorneweg: wir haben keine Wale gesehen, dafür ein paar Delfine die sich um die beiden Buge unseres Katamarans räckelten. - Hätten wir weder Delphine noch Wale gesehen, hätten wir 50% Rabatt gekriegt - auf die nächste Ausfahrt. Meiner Meinung nach hätten die Ausgucker auf dem Boot etwas inniger Ausschau halten können, immerhin fanden sie Zeit um von den Vorzügen Neuseelands zu schwärmen (gegenüber den Nachteilen von England), was die englischen Touristen mit der Zeit etwas nervte. Nach der Rückkehr in den Hafen (Anlegeplatz gleich neben den America's Cup Yachten) genoss ich noch ein &quot;Steinlager&quot; (&quot;Lion Red&quot; find ich besser) in einem der vielen Cafés und Bars im Hafengelände von Auckland, ehe ich mich zurück zum Hotel begab.

<br /><br />Am zweiten Tag stand der Stadtrundgang auf dem Programm. Ich begab mich zu Fuss zum &quot;Auckland Domain&quot;, dem von meinem (Reise-)Führer vorgeschlagenen Startpunkt des Spaziergangs. Ausser der etwas morbiden Stimmung im alten Friedhof in der Nähe der Spitäler Aucklands gibt es eigentlich keine weiteren Höhepunkte zu nennen: Grabsteine (windschief) ragen aus dem mit Gras überwucherten und mit grossen Bäumen versetzten Boden des Parks. Die Steine sind mit Moos überwachsen, der Lärm der nahen Strasse scheint fern, die Brücke quer durch den Friedhof stört nicht - im Gegenteil, sie verleiht dem Gelände wohl noch das &quot;gewisse Etwas&quot;... Weiter unten im &quot;Central Business District&quot; erklimme ich den Skytower. Zum Glück, eigentlich wollte ich mir diesen für Sonntag vom Mund wegsparen, der war nämlich im Programm meiner Rundreise angekündigt. Doch glücklicherweise tat ich das nicht (das Wegsparen) - das Programm für meine Reise stimmte nämlich nicht ganz, dank einem Copy-Paste Fehler im Programm hatte ich anstelle meines eigentlichen ersten Tages (ohne Skytower) den dritten Tag der etwas längeren, früher beginnenden Rundreise (mit Skytower) mit drin... Wie auch immer, nun stand ich oben - beim Rundgang auf dem Observation Deck der übliche Vergleich mit anderen Türmen dieser Erde (mit kleineren, natürlich). Lustigerweise misst sich Auckland in der hauseigenen Broschüre ausschliesslich mit Towern die ich alle bereits einmal bestiegen hab: Wien, Rotterdam und Sydney :-)

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/auckland_2.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/auckland_3.jpg" />
<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/auckland_4.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/auckland_5.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Rotorua, 21. Mai bis 22. Mai
</span>
<br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">An diesem Sonntag folgte der Startschuss zu meiner Rundreise durch Neuseeland - in einem Bus von &quot;Connections Adventures&quot; - &quot;Adventure Holiday for young people&quot;. Klingt gut, nicht? Wars den auch, alles aufgestellte Leute (wenn die meisten etwas jünger, ich werde alt...). Kannte ich beim Besteigen des Buses noch niemanden, fiel der Abschied am Schluss der Tour schwer. 

<br /><br />Das erste Ziel des Buses war Rotorua, eine Kleinstadt ca. 200km südlich von Auckland. Man warnte uns vor: hier habe es viele heisse Quellen und - sehr interessant - heisse Moorlöcher. Diese würden der Stadt eine gewisse Note verleihen. Volltreffer: auf dem Parkplatz vor dem 7x24h (!!!) Supermarkt, zwecks Einkauf (Bier, Wein, Spirituosen und Knabbereien) aus dem Bus gescheucht, machte sich der Duft umgehend bermerkbar - durchdringend und allgegenwärtig. Nach der ersten Nacht aber hat man sich daran gewöhnt :-) Speziell für Rotorua ist im Besonderen dass praktisch jedes Zimmer jedes Motels über einen eigenen Pool verfügt - der mit frischem, heissen Quellwasser gefüllt wird! Also nichts wie hin, Fernseher platzieren, Bad einlassen, Bier kaltstellen und Badehosen montieren, super!

<br /><br />Da wir in Rotorua zwei Nächte verbrachten, war der Montag reservier für irgendwelche &quot;Activities&quot; - die Kiwis sind für alles zu haben was Spass macht - je verrückter umso besser. Rotorua war mit Zobing (schreibt man das so?), River Rafting und Massagen harmlos im Vergleich mit Queenstown, wo wir gegen Ende der Tour Halt machten. Ich hatte mich für River Rafting angemeldet - und das hat wirklich Spass gemacht! Wie es sich gehört auch hier natürlich ein Höhepunkt: mit sieben Metern soll der eine der Wasserfälle, die wir überquert haben, der höchste kommerziell &quot;bediente&quot; River Rafting Wasserfall sein, weltweit natürlich.</td><td width="120"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/rotorua_3.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br />Vor der Weiterreise nach Taupo statteten wir einem Maori Dorf noch einen Besuch ab. Tendenziell meide ich solche Angebote eher - ich finde man weiss nie was die einem - nebst sicher Wahrem - dazugedichtete Sachen, Sahnehäubchen etc. andrehen. Etwas zu kritisch vielleicht. Wie dem auch sei, wir kriegten eine Tanz- und Singeinlage zu sehen (mit u.a. meiner Beteiligung...), man erklärte uns die holzgeschnitzten Skulpturen (die es in allen Souvenirläden zu kaufen gibt) und wurden auch in die Waffen- und Handwerkskunst eingeweiht. Auch noch zu erwähnen: man servierte uns ein Mittagessen, welches mit dem Dampf der heissen Quellen gekocht wurde!

<br /><br />Apropos Essen: Subway. Das ist DIE Alternative zu Burger King und McD, möchte man schnell etwas essen. Da gibt es seeehr gute Sandwiches die nach den Wünschen des Kunden, vor dessen Augen, zusammengestellt werden. Zur Auswahl stehen ein &quot;Footlong&quot; (Sattmacher) und ein &quot;6 Inches&quot; (normales Sandwich). Zuerst wählt man aus den ca. 5 Brotsorten, dann das Fleisch, ob getoastet oder nicht, die Zutaten (Käse, Salat, Essiggurken, Zwiebeln und vieles mehr), die Sauce und am Schluss die Gewürze. Delicious!

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/rotorua_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/rotorua_2.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Taupo, 23. Mai

</span><br /><br />Nach dem Besuch des Maoridorfes in Rotorua gings bereits weiter nach Taupo, ca. 100km südlich von Rotorua. Hier war das erste Mal Skydiven vorgesehen - wurde aber leider abgesagt, das Wetter hat uns einen dicken, wässrigen Strich durch die Rechnung gemacht. Den wohl einzigen einigermassen trockenen Abschnitt an diesem Tage nutzten wir um uns ein Bad in einem warmen Bach zu gönnen. Sehr speziell, man sitzt, hätte aber keinen Hund nach draussen gejagt, in der freien Natur in fast heissem Wasser, man schwitzt sogar. Weiter unten fliesst eben dieser heisse Bach in einen grossen, kalten Fluss. In der ganzen Umgebung um den heissen Bach dampft es aus den Gebüschen und Hecken.

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Wellington, 24. Mai

</span><br /><br />Auf dem Weg nach Wellingtion liessen wir als Erstes den Regen hinter uns, damit die überfluteten Weiden mit Kühen und Schafen die, zusammengepfercht auf den trockenen Fleckchen, etwas sonnigeren Zeiten entgegenharrten. Nachdem ich von Auckland etwas enttäuscht war, liess mich der Gedanke an eine weniger als halb so grosse Stadt nicht wirklich Grosses erhoffen. Ich wurde aber positiv überrascht, Wellington gefällt mir sehr gut, das Zentrum ist weitläufig und freundlich gestaltet, die Skyline nicht mit derart grossen Zacken wie Auckland bestückt, irgendwie aber sympatischer. Am Abend stand der erste eigentliche Ausgang mit vorgängigem deftigen Mahl auf dem Programm, für einen Mittwoch konnte sich das Angebot an Bars und die auf den Strassen sich bewegende Nachtschwärmerschaft wirklich sehen lassen! Leider verbrachten wir in Wellington nur eine Nacht, immerhin, für einen kurzen Abstecher auf den Mount Victoria am nächsten Vormittag hats aber noch gereicht. Herrliche Aussicht auf die Stadt, die Bucht und den Flughafen. Wellington werde ich wohl nicht so schnell vergessen! ;-)

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/wellington_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/wellington_2.jpg" />

<br /><br />Am früheren Nachmittag checkten wir auf dem Interislander, der Fährverbindung zwischen der Nord- und der Sädinsel, ein und genossen eine äusserst ruhige Überfahrt. Ein paar Tage zuvor, so zumindest sagte man uns, hätten bis zu sechs Meter hohe Wellen den Fährbetrieb doch recht eingeschränkt... Egal, wir waren nun auf der Südinsel und begaben uns nach Nelson, wo wir zwei Nächte bleiben würden.

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Nelson, 25. Mai bis 26. Mai

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Auch in Nelson hätte man eigentlich wieder Skydiven können - ich zog aber einen Tagesausflug in den Abel Tasman National Park vor, ich wollte mir diesen nicht entgehen lassen - das Fallschirmspringen verschob ich nach Queenstown. Das war den auch eine gute Wahl, das Skydiven wurde nämlich abermals abgesagt. Frühmorgens wurde ich abgeholt, mit einem Bus der sich in einem recht bedenklichen Zustand befand... Nicht nur musste der Chauffeur scheinbar bei jedem Gangwechsel äusserst genau zielen (um nicht vom Getriebe zurechtgewiesen zu werden), auch funktionierten weder Sitzplatzbeleuchtung noch -belüftung, welche v.a. bei der Rückfahrt sinnvoll gewesen wären (es war dunkel und es regnete heftig, der Bus beschlug) und - der Gipfel - es tropfte an der einen oder andern Stelle herein. Angekommen am Startort fassten wir (ich und zwei Aussiegirls) unsere Kayaks und fanden uns bald darauf am Strand wieder, wo wir unsere Boote wasserten. Herrlich, wenn auch das Wetter etwas besser hätte sein können - immerhin, es regnete (noch) nicht. Die See war glatt, fast keine Wellen, man konnte einfach etwas paddeln und rumgucken, die Landschaft geniessen. Wir schlenderten so circa 3 Stunden der Küste entlang in den Süden, ehe ich - am Umkehrpunkt angelangt - mein Paddel gegen meine Trekkingschuhe tauschte und den Rückweg unter die Wanderfüsse nahm - die beiden Australierinnen legten auch diesen im Kayak zurück. Die Wanderung war - zu Beginn - nochmals einen Tick ruhiger als das Kayaking. Ich stand in einem üppigen Wald, zwischen den Bäumen Sandstrände und Inseln, eine wunderschäne Küste. Ganz allein, nichts, wirklich nichts war zu hören, herrlich.

<br /><br />Leider setzte bald darauf immer stärker werdender Regen ein, ich musste zwei Gänge höherschalten um mäglichst schnell an den Startort zurück zu gelangen. Ich war dann aber auch so recht durchkühlt, meine Jacke hat sich irgendwann dem Nass ergeben müssen. Nach einer heissen Dusche und ein paar feinen Steaks zurück im Hotel war dann mein Energiehaushalt wieder im Lot, der gemütliche DVD Abend hat sicher auch seines dazu beigetragen ;-) Nach der zweiten Nacht in Nelson stand bereits die Weiterfahrt nach Christchurch, nach Auckland und Wellington die drittgrösste Stadt Neuseelands, auf dem Programm. </td><td width="120"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/abteltasman_3.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/abteltasman_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/abteltasman_2.jpg" />


<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Christchurch zum Ersten, 27. Mai

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Wir kamen in der &quot;Garden city&quot; erst am späteren Nachmittag an, fär grosse Sprünge war also keine Zeit mehr. Wir (ich, ein Aussie, zwei Schottinen, drei Engländer (2 sie, 1 er), zwei Däninen, eine Ami) entschlossen uns daher für ein kurzes Paintballing in der Dämmerung. War echt witzig, meine erste &quot;Schlacht&quot;. Natürlich bin ich es mich gewohnt mit einer Waffe im Anschlag durch einen Wald zu stürmen, nur des Feind's Burg im Visier, ohne Rücksicht auf Verluste - meine RS schien sich das erste Mal (wenn auch nur ein wenig) auszuzahlen ;-). Auch zwei &quot;Kopfschüsse&quot; (die Farbe schmeckt scheusslich) konnten mich nicht von meinen Zielen abhalten - zum Glück hat man ja mehrere Leben :-). Auch die Blutergüsse konnten sich sehen lassen :-).

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/christchurch_1.jpg" />
<br />Die ehemalige Uni
<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/christchurch_2.jpg" />

</td><td width="120"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/christchurch_3.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br />Was ich nicht verschweigen darf: in unserm Hotel in Christchurch (Camelot, direkt am Cathedral Square!) hatten wir ein LAN Kabel mit Internet Anschluss (das tönt jetzt recht laienhaft, ich weiss) direkt im Zimmer. Und, jawohl, ich hab dieses nie benützt! :-)

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Fox Glacier, 28. Mai

</span><br /><br />Nach einer relativ kurzen Nacht mussten wir bereits wieder unseren Bus besteigen, das erste Mal weckte sich in mir dabei der Verdacht dass wir der Sonne davon - respektive dem Regen nachfahren würden. Bereits ein paar Tage nämlich verliessen wir jeweils schönes Wetter um am Abend in einer verregneten Stadt anzukommen. Auf einem Zwischenhalt kriegte ich übrigens noch ein paar Kiwis (ja, die Vögel) zu Gesicht - einer davon allerdings hatte nur ein Bein. Ich war mir - bis ich einen andern mit deren zwei gesehen hatte, nicht sicher ob das normal ist :-).

<br /><br />&quot;Kulturschock&quot;, nach Christchurch war das Supernest Fox Glacier ein deftiger Abstieg, um zwölf Uhr wurden wir energisch aus der letzten Kneipe geschmissen, zuvor - ca. um 22 Uhr - war die eine der beiden andern Bars bereits geschlossen, die dritte im Bunde war am Dichtmachen. So blieb uns keine andere Wahl als auch schlafen zu gehen. Diese Nachtruhemassnahmen gehören wohl mit dazu zum Programm der absolut anstrengenden Megatour die wir am nächsten Tag auf dem Programm stehen hatten. Das grosse Ziel: Fox Glacier besteigen. Tipp an alle Wandervögel: deckt Euch vor Eurer Ankunft in Fox Glacier mit &quot;Stoff&quot; ein, ihr könnt getrost weitertrinken, die Wanderung auf den Gletscher ist nicht viel mehr als ein kleiner Spaziergang, ein Sonntagsausflug zum Seealpsee ist um einiges anstrengender. Um nicht Hinzufallen kriegt man richtige Bergschuhe aus Leder (stark gefettet, mit frisch gewaschenen wollenen Wandersocken) die mit Eisen bestückt werden, der Gehstock wird ebenfalls vom Organisator zur Verfügung gestellt. Wer von dieser Wanderung prahlen mag, der kann dies mit dem für jeden einzelnen Erklimmer ausgestellten Zertifikat tun. Kaum hatten wir diese kostbaren Dokumente unserer rohen Beineskraft sorgfältig eingesteckt, ging die Reise bereits weiter, nach Queenstown, der Hauptstadt der Adventure Touristen...

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/foxglacier_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/foxglacier_2.jpg" />
<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/foxglacier_3.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Queenstown, 29. Mai bis 30. Mai

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Da waren wir nun also, gleich bei der Ankunft gings schon los: noch ehe wir im Hotel unsere Sachen hätten ausladen können, mussten wir zwei der ganz kühnen in unseren Reihen zur Sesselbahn fahren - sie hatten sich für einen Bungee Jump im Dunkel angemeldet... Jedem das seine... Zu den Möglichkeiten in Queenstown: wie wärs zum Beispiel mit einem Bungee Jump mit auf den Rücken gefesselten Händen? Oder - der neueste Schrei - &quot;Fly-by-wire&quot;? Man nehme ein Tal, spanne ein Seil darüber. In der Mitte des durchgespannten Seiles befestige man ein weiteres, freihängendes. Das zweite Seil ist nun wie ein Pendel, darf die Erde nirgends berühren, die Länge (in Metern, Irrtum vorbehalten) ist eine dreistellige. Am unteren Ende des Seiles befestige man nun ein &quot;Gefährt&quot; mit einem properellerartigen Antrieb, wo man sich drauflegen kann. Nun ist man in der Lage - im Rahmen dessen was das Seil hergibt - herumzufliegen! Dann gäbe es noch Bungee fär ganz hartgesottene - man wird kopfüber aufgehängt, nach und nach werden Seile gelöst und durchschnitten bis man fällt - alles schön gruselig inszeniert. Neben diesen &quot;Perlen&quot; kann man in Queenstown natürlich auch die üblichen Verdächtigen Skydiving, Paragliding und River Rafting buchen. Und besonders schön: eine Safari of the Rings, eine Exkursion zu Drehplätzen der Lord of the Rings Trilogie :-).</td><td width="120"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_2.jpg" /><br />Wo sind die Türme?</td></tr></tbody></table>

<br /><br />Um den vortäglichen Ins-Bett-gescheucht-Schock zu kurieren stürzten wir uns nach dem Nachtessen direkt ins Nachtleben, welches auch in Queenstown recht &quot;ausgewachsen&quot; ist. Etwas Erlebnis Gastronomie durfte auch nicht fehlen: der Besuch in der &quot;Minus 5&quot; Bar. In dieser Bar ist es wirklich so kalt wie der Name es ankündigt: man sitzt auf Stühlen aus Eis, trinkt aus eisigen Bechern und bestaunt eisige Figuren.

<br /><br />Da auch in Queenstown zwei Nächte eingeplant waren, war der Tag dazwischen vollständig irgendwelchen &quot;activities&quot; vorbehalten. Am Morgen - wer mir das wohl glauben mag - genoss ich eine dieser &quot;Safari of the Rings&quot;, inklusive 4WD Im-Fluss-Rumrasen und Goldwaschen. Am Nachmittag aber galts ernst: mein Skydive stand auf dem Programm. Kein Zurück mehr, auf 15'000 ft Höhe wurde die Lucke geöffnet, der Tandempilot übernahm den Rest... ;-)

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_3.jpg" />
<br />Mittelerde
<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_4.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_5.jpg" />
<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/queenstown_6.jpg" />
<br />Da bin ich drauf!

<br /><br />Christchurch zum Zweiten, 31. Mai bis 3. Juni

<br /><br />Nachdem ich die Bustour am Vortag verlassen hatte, musste ich nun irgendwie wieder zurück nach Christchurch - ich hatte da eine Hotelreservation. Ich (und mein Reisebüro) hatten angenommen die 10tägige Tour würde in Christchurch enden, tat sie aber nicht. Ich musste darum kurzfristig (von Fox Glacier aus, immerhin, einen WLAN Access Point hatten sie da) einen Flug von Queenstown nach Christchurch buchen - hat wunderbar geklappt. Der Flug dauerte gut eine Stunde, der Bus (die einzige Alternative) hätte deren 8 benötigt... Eine Nacht meiner Reservation in Christchurch hatte ich nun zwar bezahlt und nicht &quot;eingelöst&quot;, ich möchte mich an dieser Stelle aber nicht beklagen :-)

<br /><br />Nun war ich also zurück in Christchurch, neben einem kleinen Stadtrundgang standen auch Wäsche-waschen (Wiederholung jener Story in Auckland...), Coiffeur (etwas &quot;unsymmetrisch&quot;, dafür nur 20$) und das &quot;Abwerfen unnötigen Balasts&quot; - ich sandte ein 5kg Paket nach Hause - auf dem Programm. Über Christchurch selbst weiss ich eigentlich nicht viel zu berichten, ausser dass diese Stadt mit dem Hagley Park über eine wirklich sehr schüne Grünanlage verfäüt und die Kathedrale auch ein Besuch wert ist. 

<br /><br />Freitags, am letzten Tag in Neuseeland, unternahm ich nochmals einen Tagesausflug - zum Mount Cook. Unglücklicherweise (nicht ganz, sh. weiter unten) hat uns das Wetter an jenem Tag einen dreisten Streich gespielt. War das Wetter nämlich bei der Abfahrt von Christchurch noch perfekt, schlug dieses, nach dem Überqueren eines Passes, schlagartig um. Just die Bergkette von Mount Cook und Mount Tasman war in dichte Wolken gepackt... Auch der Busfahrer konnte leider nichts daran ändern. Der erzählte nicht nur den ganzen Weg (interessante Dinge!), nein, der sang auch ein Lied über einen gewissen Mr. Mc Kenzie - um das Wetter umzustimmen! Nützte leider nichts, das Wetter zeigte uns noch immer seine graue Seite. Dies hielt mich allerdings nicht davon ab einen Scenic Flight - mit versprochener Gletscherlandung - zu buchen. Hätte der Veranstalter vorausgesehen was geschehen wird, hätte dieser den Flug wohl abgesagt. Das Wetter änderte nämlich nochmals zum Schlechteren, eine Gletscherlandung stand nun ausser Frage. Alle die wir an Bord des Pilatus Porter's sassen kriegten wir den gesamten Betrag zurückerstattet - Hut ab! Der Flug war auch ohne die Landung auf dem Gletscher eindrücklich!

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/mtcook_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/mtcook_2.jpg" />

<br /><br />Am Tag dieser Busreise (pro Weg immerhin 5h...) fiel mir eines nochmals auf: in Neuseeland existieren extrem viele One-Lane-Bridges. Und &quot;Complaints lines&quot;. In fast jedem Taxi, Shuttlebus und anderen dienstleistenden Gewerben gibts prominent platzierte Aufkleber mit Telefonnummern die man anrufen kann, sollte man mit dem Service nicht zufrieden sein. Eigentlich hätt ich mir den Spass erlauben und - extrem auffällig natürlich - eine solche Nummer notieren sollen. :-)

<br /><br />Am Abend - vor meiner Weiterreise nach Buenos Aires am nächsten Tag - stand noch ein letzter Ausgang mit den Kameraden der Busreise auf dem Programm, die waren nun nach zwei weiteren Tagen Rundreise auch wieder in Christchurch angelangt. 

<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/animals_1.jpg" />
 <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/nz/animals_2.jpg" />
<br />Was das wohl wird? Ein &quot;Schweinehund&quot;? :-)

<br /><br />Zurückblickend hat mir Neuseeland äusserst gut gefallen - die Rundreise hat mich an vielen schönen Orten halten lassen, leider war die Zeit etwas knapp. Das war aber auch im Vornherein schon klar, Neuseeland war eigentlich nur als &quot;Zwischenstopp&quot; zwischen China und Südamerika gedacht. Ich möcht an dieser Stelle nicht ausschliessen dass ich eines Tages nochmals nach ganz Down Under fliege und mir dannzumal etwas mehr Zeit nehme für dieses schöne Land!
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/25/neuseeland.html" />
		<published>2006-06-12T19:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T02:33:17+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.25</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>-34.6037 -58.3816</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Macau und Hong Kong</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Als uns Roberto am Mittag am Flughafen abholte war schnell klar was wir am Nachmittag unternehmen wollten: Ein Besuch Macaus - also los, Gepäck im Hotel deponieren und ab aufs Schiff!

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Macau

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Macau? Hand aufs Herz, schon mal davon gehört? Ich zumindest muss gestehen: das erste Mal hörte bzw. las ich davon als ich den Reiseführer für Hong Kong gekauft hab, da stehts nämlich auf der Titelseite draufgeschrieben. Beim Überlesen der Buchstaben (etwas kleiner als die von Hong Kong) kurz ein Innehalten - wird aber wohl ein bedeutender Stadtteil von Hong Kong sein, oder so was in der Art - auf nach Hong Kong also. 

<br /><br />Fehlanzeige: Macau war eine portugiesische Kolonie, mit 442 Jahren war sie die älteste und mit der Rückgabe an China per Ende 1999 auch die letzte Kolonie einer europäischen Macht. Heute nimmt Macau eine vergleichbare Stellung wie Hong Kong ein - auch diese Stadt bildet eine Sonderverwaltungszone der VR China. Macau schaffte es bisher nie aus dem Schatten des grossen Bruders Hong Kong herauszutreten - die Stadt hat den auch &quot;lediglich&quot; ca. 400'000 Einwohner. Das dürfte sich aber ändern (nicht das letztere, das erstere ;-) - Macau ist das Spielparadies Asiens schlechthin, bereits 2003 wurde in den Casinos der Stadt mehr umgesetzt als in Las Vegas! Eine andere &quot;Spezialität&quot; der Stadt ist das Formel 3 Rennen - dessen wiederum grösserer Bruder der Formel 1 Kurs von Monaco ist. Man darf also gespannt resp. sollte auf Macau gefasst sein, von dieser Stadt wird man in Zukunft bestimmt einiges hören!

<br /><br />Macau ist per Schnellboot von Hong Kong aus innert einer Stunde erreichbar, rund um die Uhr verkehren mindestens stündlich Boote zwischen den beiden Schmelztiegeln europäischer und chinesischer Kulturen. Vorneweg meine persönliche Meinung: wer in Hong Kong ist, sollte auf jeden Fall einen Abstecher nach Macau einplanen, es lohnt sich! Die Hauptsehenswürdigkeiten inkl. Casinobesuch (&quot;nur mit den Augen&quot; geschaut) lassen sich gut während einem (wenns sein muss sogar halben) Tagesbesuch &quot;abklappern&quot;, wer aber mehr Zeit zur Verfügung hat, der sollte davon auch etwas mehr in Macau verbringen. 

<br /><br />Sämtliche drei &quot;Hauptkulturen&quot; sind deutlich spürbar in der Stadt - die portugiesische v.a. indem praktisch alles (oder gar alles?) auch in Portugiesisch angeschrieben ist, v.a. die Strassen tragen fast allesamt portugiesische Namen. Dann wären da noch die für portugiesische Städte typischen Specksteinpflasterungen der Gassen. Das Gesamterscheinungsbild der Stadt entspricht zwar nicht unbedingt jenem einer portugiesischen Stadt (die Gassen sind zwar eng, die Häuser aber zu hoch und viele wohl auch zu neu, wenn auch renovierungsbedürftig), dafür aber gleicht sie wiederum mehr einer südamerikanischen als einer asiatischen (eben wegen dieser europäischen Einflüsse). Bezahlt wird mit Peseten (Hong Kong Dollars aber sind gleichwertig als Zahlungsmittel einsetzbar), Lisboa, Vasco und Sintra sind als Namensgeber für Hotels etc. gut vertreten. Der englische Einfluss (wohl zurückzuführen auf das nahe Hong Kong) ist v.a. am Linksverkehr und den &quot;Double Yellow Lines&quot; zu erkennen, Englisch als dritte Sprache (resp. zweite Sprache in China, wenn überhaupt eine solche) sowieso selbstverständlich. Die Chinesen sind natürlich auch vertreten, in Schrift, Sprache und v.a. der Bevölkerung - die &quot;portugiesische&quot; Minderheit mache ca. 5% aus (inkl. Mischlingen), so der Reiseführer. Und auch hier hat es enorm viele Leute, wie in Hong Kong oder in China, man ist nie allein, überall wimmelt es von Menschen, ein riesiges Bienenhaus. Alles in allem dürfte Macau in seiner Art wohl einzig sein - und lässt manchen Europäer sich ein wenig näher daheim fühlen als im nahen Hong Kong.<br /> <br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_1.JPG" /> <br /> <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_3.JPG" /><br />Alte Burg mit Kanonen</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_2.JPG" /><br />Strassenschilder<br /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_4.JPG" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_5.JPG" /><br />Casino Lisboa<br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/macau_6.JPG" /><br />Sands Casino</td></tr></tbody></table>

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Hong Kong

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Was soll man über Hong Kong noch schreiben? Vielleicht das die &quot;Honkinesen&quot; ihrem rüppelhaften und unfreundlichen Ruf die Ehre erweisen und die Stadt - vom Peak aus betrachtet - irgendwie fasziniert, allerdings aber auch befremdet? - Wohl ein Paradies für &quot;Simsaffen&quot;, die Wohnsilos sind oft sehr nahe aneinander gebaut und in ihrer Höhe schwindelerregend. Unglaublich in was für Betonkluften man blickt, in der Nacht wird der Effekt noch um ein Vielfaches verstärkt. Endgültig aus einer andern Welt erscheint einem die Stadt wenn jeweils abends um 20:00 Uhr die Laser- und Gebäudebeleuchtungsshow die Stadt in eine Art riesige Disco verwandelt. Schnell runter in die Gegend um die &quot;Central&quot; und &quot;Hong Kong&quot; Stations und ins gute alte Tram steigen, das gleicht das eben Erlebte wieder etwas aus :-) 

<br /><br />Diese Stadt ist wohl auch einzigartig, die engen Verhältnisse auf Hong Kong Island und auch auf Kowloon, die immer noch sichtbaren Einflüsse der Engländer und die unvergleichliche Skyline. Es sei geplant vor Hong Kong Island einen beträchtlichen Gürtel Land neu &quot;anzulegen&quot;, auf dem sollen dann noch mehr Wolkenkratzer entstehen. Wer kann sich beim Anblick dieser Beton- und Stahlkolosse vorstellen dass noch in den 60iger Jahren die meisten Gebäude lediglich bis zu 5 Stockwerke massen? Von Peking her kommend bleiben nur wenige Dinge die selben: die gewaltigen Menschenmassen die durch die Strassen und U-Bahnen wälzen, die Übermacht der Asiaten und die dominierende Präsenz chinesischer Schriftzeichen. Neu ist v.a. das (wohl von europäischer Hand geplante und eingeführte) überaus effiziente und flächendeckende U-Bahn System, man wird als Europäer nicht mehr angestarrt und beobachtet, die Strassen weisen pro Fahrtrichtung neu nur noch maximal 3 Spuren auf (nicht mehr bis ca. deren 8), die Strassen schmiegen sich eng an die Häuserfassaden (was von einem bereits etwas älteren Städtegrundriss zeugt, in China wurde in den letzten 50 Jahren ja vieles radikal dem Erdboden gleichgemacht und neugebaut), es gibt Lichtsignale für Fussgänger, Linksverkehr und &quot;Look Right&quot; Lettern am Boden (den Engländern sei Dank...), Verkehrsregeln die (einigermassen) berücksichtigt werden, nicht zensiertes Internet (juhui, die heiss geliebte Wikipedia funktioniert wieder ohne Proxy!), Pints (zwar auch englisch, aber immerhin), des öftern Messer und Gabel zum Essen. <br /><br />Neu sind nicht mehr nur die Einkaufszentren klimatisiert, nun sind durchgehend auch Taxis, U-Bahnen, Restaurants und Hafenrundfahrtsschiffe runtergekühlt. Auch die Preise sind nun wieder etwas westlicher. Mit der Ressource &quot;Mensch&quot; geht man in Hong Kong anscheinend auch &quot;etwas&quot; sparsamer um (in den Restaurants herrschen aber immer noch nahezu chinesische Verhältnisse). Wo in Peking die U-Bahnticket-Kauf-Maschinen und die U-Bahnticket-Entwertungs-Maschinen (ja, das ist nicht die selbe!) aus Fleisch und Blut sind, regiert in Hong Kong die &quot;Octopus&quot; Karte. Eine überaus geniale Sache, gegen 50.- HKD Depot kriegt man die Karte mit der man nicht nur beliebig auf dem U-Bahn, Bus- und Tramnetz fahren kann (bezahlt wird mit dem auf der Karte gespeicherten Guthaben indem man diese kurz gegen einen Leser hält), nein, damit lässt sich auch der Einkauf oder sonstwas erledigen! Im Prinzip ist Octopus der konsequent durchgesetzte Nachfolger unserer guten alten, leider aber etwas &quot;verschupften&quot; Cashkarte. 
<br /><br />Nicht vergessen darf ich hier noch den &quot;Sound&quot; der kantonesischen Sprache - dieser unterscheidet sich gegenüber den Dialekten in und um Peking ziemlich stark (Experten mögen meine laienhaften Bemerkungen verzeihen), während in Peking - nur während einem Döszustand notabene - das dortige Chinesisch phasenweise nicht ganz unähnlich wie Schweizerdeutsch klingt (ja!), tönt das Kantonesische nun doch recht abgefahren anders. Punkto Einkaufsparadies: dem ist sicher so, ich habe diesem Umstand allerdings nicht so sehr auf den Zahn gefühlt (das sei Vertretern des andern Geschlechts überlassen ;-), eins aber kann ich unterschreiben: wer IT- und Fotoartikel kaufen möchte, der findet in Hong Kong bestimmt was er sucht! Zwar sind sie uns nicht voraus (wir haben nix gefunden was es bei uns nicht auch geben würde), man kriegt aber so ziemlich alles aktuelle und bewährte - und das (wenn man über genügend Verhandlungsgeschick mitbringt) - zu äusserst interessanten Preisen.

<br /><br />Neu war (für mich) in Hong Kong die Taifun Gefahr, just am Tag der Abreise war der erste dieser Art (der neuen &quot;Saison&quot;) auf dem Weg nach Hong Kong. Zum Glück aber ging das Auge des ungemütlichen Lüftchens nicht über Downtown Hong Kong an Land, die Stadt wurde lediglich gestreift - was immerhin aber ca. 2 Tage im Voraus Wolken und 1 Tag im Voraus recht ergiebige Niederschläge mit sich brachte. Aber eben, Schwein gehabt, dem Abflug in Richtung Neuseeland stand nichts im Wege ;-) <br /></td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_2.JPG" /><br />IFC Two<br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_4.JPG" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_8.JPG" /><br />Ausm Hotelzimmer</td></tr></tbody></table>

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_1.JPG" /> <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_3.JPG" />

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_5.JPG" /> <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/hongkong/hongkong_7.JPG" />
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/24/macau_und_hong_kong.html" />
		<published>2006-05-20T10:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T02:35:46+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.24</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>-36.85 174.78</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Unterwegs in China</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Bereits sind die ersten Wochen vorueber und Peking laengst auf der Route abgestrichen. Was ich im Reich der Mitte so getrieben hab? Genau das will ich hier nun niederschreiben :-)

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Sonntag, 30. April, Peking</span><br /><br />
Roman und Christoph haben mich am Flughafen abgeholt, zuerst fahren wir zu Romans (neuer Eigentums-) Wohnung das Gepaeck abladen - nach einem kurzen Kafi gehts dann aber gleich ab zum Tiananmen, dem Platz des himmlischen Friedens (wo bei Tiananmen richtig uebersetzt eigentlich &quot;Tor des Himmlischen Friedens&quot; heisst, benannt nach dem Tor dass an der Kopfseite des Platzes den Zugang zur Verbotenen Stadt bietet). Wir schlendern ueber den Platz und spazieren dann in einen Hutong, eine typische alte Pekinger Gasse, die noch nicht neuen Hochhausbauten hat weichen muessen. Ich liebe diese Gassen, (relativ) wenig Verkehr, freundliche Chinesen, ruhig - man wuerde nicht vermuten dass man im Zentrum einer &gt;10 Millionen Metropole ist, 10 Minuten vom Tiananmen! Schade dass viele dieser Quartiere der Bauwut zum Opfer gefallen sind, bleibt zu hoffen dass die verbliebenen nicht auch noch geopfert werden...

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/ankunft_2.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/ankunft_3.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Dienstag, 2. Mai, Dajue Tempel nahe Peking

</span><br /><br />An diesem Tag fahren wir (Roman, Christoph und ich) zusammen mit Romans Freundin an den Stadtrand von Peking (jenseits des sechsten Autobahnrings) um einen alten Tempel zu besichtigen. Auf dem Weg dahin fahren wir nicht nur an dem sich im Bau befindlichen Olympiastadion vorbei, nein, wir verfahren uns auch irgendwo in den Vororten Pekings. Es sei eine Unart der Chinesen (oder anders gesagt sie sind zu stolz um jemanden zu fragen) lieber rumzukurven als jemanden nach dem Weg zu fragen, meint Roman. Schliesslich uebernehmen wir Schweizer (genauer gesagt eben dieser Roman) die Initiative und fragen nach dem Weg - nach kurzer Zeit finden wir den auch ans Ziel :-) Der Tempel ist sehr gut besucht, viele Chinesen haben in dieser Woche Ferien und reisen herum, alle Sehenswuerdigkeiten werden foermlich von Menschen ueberschwemmt - um im Restaurant der Anlage einen Tisch zu erhalten muessen wir ueber eine Stunde warten, immerhin aber werden wir von einer kleinen Musikkapelle unterhalten.

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/dajue_1.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/dajue_3.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Donnerstag, 4. Mai, Qing Graeber

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Frueh aufstehen ist angesagt, der Bus faehrt um 07:00 Uhr (gemaess Fahrplan, in Tat und Wahrheit erst um ca. 07:45). An diesem Ort, ca. 3 Stunden ausserhalb Pekings (bereits in einer andern Provinz), liegen einige Qing Kaiser und -wittwen (sowie Konkubinen) begraben. Je nach Reichtum des Kaisers ist dessen Grab mehr oder weniger schmuckvoll ausgearbeitet. Zwischen jenem Kaiser der sein Grab waehrend einer finanziell schwereren Zeit gebaut hat und jenem der ueber (sehr) viel Geld verfuegte, liegen Welten. Die ganze Anlage ist riesig, jedes Grab hat die Groesse einer kleinen Tempelanlage, das Gelaende nimmt so einige Quadratkilometer ein. Die Graeber sind zudem UNESCO Weltkulturerbe. Da wir uns immer noch in den sogenannten Maiferien befinden, hats auch hier wahnsinnig viele Leute - lustig aber zu sehen dass die Chinesen nur Dinge anschauen die nicht zu weit vom Parkplatz weg sind... Waehrend die im Zentrum der Anlage liegenden Graeber einem Ameisenhaufen gleichen, kann man in den aeusseren Anlagen die Besucher fast an einer Hand abzaehlen.<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/qing_3.jpg" /></td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/qing_1.jpg" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/qing_8.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Sonntag, 7. Mai, Jinci Tempel bei Taiyuan, Provinz Shanxi

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">In der Nacht vom Samstag auf Sonntag sind wir mit dem Nachtbus von Peking nach Taiyuan, der Hauptstadt der Provinz Shanxi, gefahren. Diese (fuer chinesische Verhaeltnisse mit 2 Millionen Klein-) Stadt liegt ca. 700km im Suedwesten von Peking. Shanxi wird als &quot;Wiege der Kultur Chinas&quot; bezeichnet, in dieser Provinz hat es viele (v.a. auch sehr alte) Anlagen, Tempel und andere Sehenswuerdigkeiten. Als erstes haben wir die Tempelanlage Jinci, ca. eine halbe Stunde ausserhalb Taiyuans, besichtigt. Urspruenglich als Wohnsitz gegruendet, dann zu einem Tempel ausgebaut und dank unterschiedlicher Bauherren und Epochen, ist die Anlage sehr vielseitig gestaltet. Das absolute Highlight ist ein in einer Steinwand eingelassener Brunnen in der Form eines Drachenkopfes von welchem man sagt - wenn beruehrt - er einem ewige Jugend spende. Da lassen wir uns natuerlich nicht zweimal bitten, auch wenn (da immer noch Maiferien) wir uns etwas gedulden muessen bis wir zum Brunnen haben durchdringen koennen. Was wir in dieser Tempelanlage auch entdeckt haben: diese beruechtigten Direktuebersetzungen vom Chinesischen ins Englische (man nehme ein Zeichen, schlage Englisch Woerterbuch auf, nehme erste Treffer und reihe diese aneinander): oder was genau heisst jetzt &quot;The front starts construction, pleasing round way but line.&quot;...? Oder &quot;Front construction, attention safety.&quot;...? :-) <br /><br />Am Abend dann, zurueck in Taiyuan, machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant fuers Nachtessen - und werden prompt mit den Problemen einer &quot;Kleinstadt&quot; (!) konfrontiert: die Restaurants oeffnen erst um ca. 18:30 :-) Umso mehr aber freut sich die Bedienung dann zwei Auslaender als Gaeste vorweisen zu koennen, ich glaub in dieser Stadt keine andern Nichtchinesen gesehen zu haben... Weiteres Kleinstadt Problem: es gibt kein kaltes Bier... </td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/jinci_4.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/jinci_2.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Montag, 8. Mai, Pingyao, Provinz Shanxi

</span><br /><br />Die erst vor knapp 10 Jahren von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommene Altstadt von Pingyao ist eine mehr oder weniger vollstaendig erhaltene mittelalterliche Stadt aus der Zeit der Ming Dynastie, die zudem von einer sehr eindruecklichen Stadtmauer umgeben wird. Die Anzahl der Tuerme entspricht der Anzahl der Schueler Konfuzius', die Anzahl und Anordnung der Stadttore jener einer Schildkroete (sie korrespondieren mit den Oeffnungen des Panzers fuer Fuesse und Kopf) - ein Tier das in der chinesichen Mythologie ueber einen sehr hohen Stellenwert verfuegt. Man moechte nicht dran denken wie viele aehnlicher solcher Altstaedte in China dem &quot;Fortschritt&quot; geopfert wurden - und aus welchen Zufaellen diese erhalten geblieben ist? Ausserhalb der Stadtmauern naemlich sieht Pingyao genauso aus wie wohl alle kleinen und mittelgrossen chinesischen Staedte: dem Zerfall geweihte billige Plattenbauten saeumen schmutzige, loechrige Strassen auf denen sich Blechlawinen waelzen und Verkehrsregeln mit munterm Hupen gebrochen werden. Gewohnt wird in rechteckigen Kaesten mit kleinen Fenstern, einziger Reichtum stellen wohl die unzaehligen Klimaanlagen dar - unter jedem Fenster ist so eine Energieschleuder auszumachen. Anzufuegen ist hier ausserdem noch dass wir nach Pingyao (ca. eine Stunde von Taiyuan) vom Fahrer der Familie Wei (Romans Freundin) gefahren werden. Ihr Vater belegt in Shanxi einen gewichtigen Posten bei der KPCh. An dieser Stelle moechte ich der Familie Wei einen grossen Dank aussprechen, sie haben fuer uns die Bus- und Zugtickets organisiert und Hotels gebucht!

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/pingyao_1.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/pingyao_3.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/pingyao_4.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Dienstag, 9. Mai, Wolkengratgrotten bei Datong, Provinz Shanxi

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Nach einer weiteren Nacht in Taiyuan besteigen wir am fruehen Dienstag Morgen den Zug nach Datong (ca. 500km nordwestlich von Peking), welches wir nach einer 6 stuendigen Fahrt erreichen. Unser Abteil teilen wir mit 4 chinesischen Teenagern, die als Erstes gleich ihr holpriges Englisch an uns testen - fuer uns ist es vorallem jedes Mal wieder lustig sie zuerst anrennen zu lassen, Roman (synchron-) uebersetzt dann jeweils was sie in Chinesisch diskutieren (&quot;Was meinst du, was machen die Auslaender hier?&quot; &quot;Wollen wir sie etwas in Englisch fragen?&quot;), um dann etwas spaeter Farbe zu bekennen. Die veraeppelten nehmen dann jeweils mehr oder weniger bestuerzt seine Sprachkenntnisse zur Kenntniss :-) Zurueck zu Datong: In dieser fuer chinesische Verhaeltnisse nun wirklich kaffhaften Kleinstadt mit bloss einer Million Einwohner avancierten wir nun tatsaechlich zur Attraktion. Beim Nachtessen wurden wir von der Bedienung bestaunt (wohl wie wir mit den Staebchen umgehen oder so), welche zuvor aber noch die Vorhaenge zuzog um uns vor den verdutzten Blicken der Passanten zu schuetzen :-). Dieses &quot;Dorf&quot; soll den auch nur Ausgangspunkt fuer zwei (natuerlich UNESCO) Sehenswuerdigkeiten sein. Als erstes haben wir die Wolkengratgrotten am Rande Datongs (vis a vis einer Kohlenmine) besichtigt. Den Weg dorthin legten wir in einem Kleinbus - der ausser uns nur von Kohlearbeitern (Kohle ist die Hauptindustrie Datongs) benutzt wurde - zurueck. Als irgendwo auf dem Weg ein Polizeiauto auszumachen war, mussten die stehende Passagiere sich kurzfristig hinhocken - anscheinend war der Bus ueberladen :-). Bei diesen Grotten handelt es sich um eine grosse Anzahl bis zu 2'500 Jahre alter Grotten mit zum Teil ueber 20m hohen in den Fels gehauenen Buddha Statuen, wahnsinnig eindruecklich.</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/grotten_5.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/grotten_1.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/grotten_3.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Mittwoch, 10. Mai, Haengendes Kloster bei Datong

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Am letzten Tag unserer Shanxi Reise besichtigen wir das &quot;Haengende Kloster&quot;, ca. 1.5 Stunden ausserhalb Datongs gelegen. Diese eindrueckliche Anlage ist in eine steile Felswand ueber einem Flussbett &quot;eingepasst&quot;, mit Pfaehlen und Balken krallen sich die Gebaeude am Felsen fest. Alle Etagen der 3-4 unterschiedlich hohen Gebaeude (jeweils 2-4 Stockwerke) verfuegen fuer den Zugang zu den Raeumen ueber vorgelagerte enge, ueberdachte &quot;Balkone&quot;. Zwischen den Balkonen der einzelnen Gebaeude und Etagen verbinden Treppen und Bruecken. Die Gelaender werden mit jedem Stockwerk etwas niedriger, gehen am Schluss aber nicht unter Kniehoehe. Unten in der Schlucht rauscht der Fluss der ca. 100m oberhalb des Klosters mit einer maechtigen Staumauer zu einem grossen See aufgestaut ist. Waere das Kloster nicht da, waere der See wohl noch groesser... <br /><br />Das ist nun der erste Ort wo wir unter einer ordentlichen Zahl weiterer westlicher Touristen uns befinden, v.a. Franzosen hat es viele. Mit ihnen steigt auch die Anzahl an Marktstaenden und Ramschverkaeufern, unglaublich was einem da so angeboten wird - von kleinen winkenden Maostatuen ueber robbende Plastiksoldaten und irgendwelchen Ballonen kriegt man so ziemlich alles Unbrauchbare angeboten. Ach ja, apropos Datong/Kleinstadt - auf der Suche nach Bargeld (ueber meine Postcard) mussten wir uns auf eine regelrechte Schnitzeljagd durch dieses Staedtchen begeben - erst in der etwa fuenften Bank konnte man uns sagen wo der einzige Bancomat in der Stadt der &quot;auslaendisch spricht&quot; (!!!) sich befindet...</td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/kloster_1.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/kloster_2.jpg" />  <img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/kloster_3.jpg" />

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Donnerstag, 11. Mai, Verbotene Stadt

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">An diesem trueben Donnerstag haben wir Michel - am fruehen Morgen ;-) - am Flughafen abgeholt - und sogleich mitten in die Stadt gefuehrt. Mit dem Seitenwagen Toeff fuhren wir durch den dichten Verkehr Pekings zum Platz des Himmlischen Friedens, welchen wir in dessen ganzen Laenge ueberquert haben. Anschliessend haben wir die Verbotene Stadt, den ehemaligen Kaiserpalast Pekings, besucht. Wohl ueberfluessig anzumerken dass auch diese gewaltige Anlage Weltkulturerbe ist. Leider waren doch einige Gebaeude der &quot;purpurnen Stadt&quot; in Baugerueste gehuellt, Peking scheint seine Sehenswuerdigkeiten auf die Olympiade hin ins beste Licht ruecken zu wollen. Wahnsinnig was an &quot;guten Tagen&quot; durch die Verbotene Stadt resp. ueber den Platz des Himmlischen Friedens an Leuten geschleust wird: man spricht von 700'000 resp. einer Million Besuchern! Interessanterweise trifft man auch da v.a. Chinesen an, aus allen Teilen des Landes scheinen sie in die Hauptstadt zu reisen um das alte und neue Machtzentrum ihres Riesenstaates zu besichtigen.<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/forbidden_4.jpg" /></td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/forbidden_2.jpg" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/forbidden_3.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Freitag, 12. Mai, Grosse Mauer

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Einmal mehr heisst es frueh aufstehen, der Besuch der Grossen Mauer, ca. 2 Stunden ausserhalb Pekings, steht auf dem Programm. Erklaertes Ziel: 07:00 am Busbahnhof - haben wir geschafft, doch: keine Busse da! Am selben Ort wo wir vor etwas mehr als einer Woche den Bus fuer die Qing Graeber bestiegen - und es von Bussen wirklich nur so wimmelte - hatte es diesmal keinen einzigen. Was tun? Man schnappe sich einen Taxifahrer, handle den Preis etwas runter und los gehts. In jenem Doerfchen angekommen muessen wir erstmal den Weg an die Mauer neu (er)finden - obwohl Roman schon oefters da war (und ich auch schon mal, hehe) ist das nicht ganz einfach: da sie einen Abschnitt etwas weiter vorne renoviert haben, moechten sie die Besucher nun gerne dort haben - gegen Eintritt notabene. Was macht man da? Genau, man verbaut alte Zugangswege und hofft so &quot;Touristen auf Abwegen&quot; auf den andern Abschnitt locken zu koennen. Nach dem Motto &quot;wo ein Wille ist ist auch ein Weg&quot;, Bergsteigen und etwas Klettern aber finden wir doch noch den Weg auf die Mauer. Unglaublich was die damals gebaut haben - als groesste Fronarbeit in der Geschichte der Menschheit... Wir stehen auf der Mauer und haben sie ganz fuer uns, keine andern Touristen weit und breit - da nehmen wir das bisschen Wandern (und den Regen) gerne in Kauf! 

<br /><br />Am spaeteren Nachmittag nutzen Michel und ich die Zeit fuer eine kleine Einkaufstour an der &quot;Seidenstrasse&quot; in Peking. Echt verrueckt was hier abgeht, auf etlichen Etagen kriegt man an Staenden - eng aneinander gepfercht wie wir St.Galler das von der OLMA her kennen - Kleider angeboten. Natuerlich von bekannten Marken wie Hilfiger, Ralph Laurent und Co. - &quot;Made in U.S.A&quot; steht drauf, bis auf den letzten Nadelstich alles sauber gefaelscht ;-) Der Preis ist Verhandlungssache - steigen die Verkaeufer fuer ein Poloshirt von &quot;Hilfchiniger&quot; gerne bei so 180.- Yuan ein, kann man mit geschickter Taktik und Stehvermoegen den Preis auf ca. 50.- Yuan druecken, das entspricht ca. 8.- Franken. Kenner duerften da wohl noch mehr rausholen.<br /><br /><img width="270" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/wall_2.jpg" /></td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/wall_1.jpg" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/wall_3.jpg" /><br /> <br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/wall_4.jpg" /></td></tr></tbody></table>

<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Samstag, 13. Mai, Himmelstempel

</span><br /><br /><table width="570" cellspacing="0" cellpadding="2" border="0"><tbody><tr valign="top"><td width="420">Den letzten Tag in China nuetzen wir um den Himmelstempel - wohl eine der bekanntesten Tempelanlagen Chinas (ja, auch UNESCO) - zu besichtigen. Da Roman verhindert ist, kriegen wir einen Zettel mit der Aufschrift &quot;Zum Himmelstempel bitte&quot; (auf Chinesisch natuerlich) mit auf den Weg - auf der Rueckseite noch die Adresse um wieder heimzufinden. Diesen Zettel haben wir dem naechstbesten Taxifahrer unter die Nase gehalten - hat wunderbar geklappt, wir stehen auf der eindruecklichen Anlage. Die Haupthalle - die mit dem Himmelsaltar, zu sehen wohl in/auf jeder Werbung fuer Chinaferien - ist trotz anfaenglichen Befuerchtungen nicht geschlossen wegen Renovationsarbeiten, der Tempel zeigt sich in seiner ganzen Pracht.<br /><br /><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/heaven_4.jpg" /></td><td width="150"><img width="150" src="http://timeout.hilar.ch/img/china/heaven_2.jpg" /></td></tr></tbody></table>


<br /><br />Leider sind nun die beiden Wochen in China schon um - weiter gehts nun nach Hong Kong. Oder ging es, bin nun ja bereits in Auckland. Fortsetzung folgt... ;-)
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/23/unterwegs_in_china.html" />
		<published>2006-05-19T07:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T02:38:57+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.23</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>-36.85 174.78</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Peking</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Schon sind die ersten Tage vorüber, ich bin hier in Peking gut angekommen und hab meinen Jetlag nun wohl überwunden. Als Erstes dann mit dem Taxi vom Flughafen in die Stadt rein, in Peking wird man schnell daran erinnert dass man nun tatsächlich an einem ganz andern Ort ist, die Fahrweise der Chinesen ist unserer nicht gerade ähnlich - Chaos und Anarchie herrschen vor, rechts überholen, links überholen, Slalom fahren, hupen (gerne auch auf Vorrat), nahe auffahren, ruckartig Gas geben oder bremsen, drängeln und abdrängen (alles was kleiner ist). Manchmal ergibt es sich dass eine Kreuzung hoffnungslos verstopft ist, dutzende Wagen verkeilen sich zu einem Knäuel der sich so schnell nicht wieder auflöst, von allen Seiten rücken weitere Autos/Kleinlaster/Busse nach und verdichten die Situation mehr und mehr. Bis der erste einen echten Versuch startet die Lage zu entschärfen vergeht eine Weile, die Chinesen ordnen ihr eigenes Interesse, zumindest auf der Strasse, nicht gerne dem der Allgemeinheit unter, wenn immer möglich wird vorwärts gefahren.

<br /> <br />Die (scheinbare) Gleichgültigkeit der Chinesen ist nicht nur im Verkehr auszumachen, beim Einsatz von Ressourcen gehen sie mitunter recht verschwenderisch um. Momentan soll in Peking die grösste Dürre der letzten 50 Jahre herrschen, trotzdem aber werden weiter Autos gewaschen und Strassen mit Wasser gereinigt, Bäume gefällt (was dann u.a. in Sandstürmen gipfelt) und riesige Einkaufscentren auf (im Vergleich zur Aussentemperatur) arktische Temperaturen gekühlt. Zudem ist wohl jede hinterletzte Wohnung mit einer Klimaanlage ausgestattet. Steht man im Stau, werden die Motoren nicht abgeschaltet.

<br /> <br />Es habe sich viel geändert in Peking seit meinem letzten Besuch vor vier Jahren, meint Roman, ich sehe allerdings nicht so riesige Unterschiede, Peking ist immer noch der selbe Megamolloch mit extrem vielen Menschen und breiten (verstopften) Strassen. Beim zweiten Hinschauen aber haben sich doch ein paar Details verändert. So hats z.B. mehr U-Bahnlinien (früher drei, heute bereits fünf oder sechs), bis Olympia sollens noch mehr werden - bleibt die Hoffnung dass diese Linien dann etwas mehr vom Verkehr schlucken mögen. Aber wohl kaum, die U-Bahn ist jetzt schon am Limit. Und was dazukommt: die Chinesen lieben ihre Autos, das ist momentan das Statussymbol schlechthin des kleinen aufstrebenden Mannes, man steht hier lieber im Stau als in der U-Bahn. Auch das gute alte Velo scheint dieser Tendenz zum Opfer zu fallen, es hat heute deutlich weniger Drahtesel auf den Strassen Pekings als noch vor vier Jahren.  Des weitern hab ich irgendwie das Gefühl dass sich die Leute bunter kleiden, in meiner Erinnerung dominierte eine grau-braune-blaue Farbe. Auch dürften seither diverse Hutong Viertel der Abrissbirne zum Opfer gefallen sein - Peking verliert mit den Hutongs mehr und mehr an Charme, meist werden anstelle der gemütlichen Gassen anonyme Wohn- oder Geschäftssilos hochgezogen, die schönen Alleen müssen weiteren Strassenspuren Platz machen. 

<br /> <br />Die verbliebenen Hutongs dafür laden zum Schlendern und Verweilen, ab und zu setzen wir uns in einer dieser Gassen vor einen Kiosk, trinken ein Bier und halten ab und zu ein Schwätzchen mit Einheimischen (jeweils in ihrer typischen Hockstellung). Peking ist ein Paradies für Viel- und Gernesser, die Vielseitigkeiten der verschiedenen chinesischen Küchen sind in der Hauptstadt in all ihren Facetten vertreten, man würde wohl jeden Tag ein neues Restaurant entdecken. Speis und Trank sind günstig, eine Flasche Bier (ca. 6 dl) kostet um die 20 Rappen, ein Gin Tonic 1.50, ein ordentliches Mahl gibts ab 10.- für zwei Personen. 

<br /> <br />Peking ist eine für Touristen ungefährliche Stadt, man kann sich überall frei bewegen und muss nicht jederzeit auf einen Überfall oder dergleichen gefasst sein. Oftmals wird man etwas angestarrt, manch Einheimischer hat noch nicht viele Ausländer zu Gesicht bekommen. Als solcher ist man hier deutlich in der Unterzahl, es können ganze Tage vergehen bis man ein westliches Gesicht vor die Augen kriegt - ausser in den Bars, da dominieren die &quot;Langnasen&quot;. Die Chinesen sind sehr freundlich - oder korrekt -, sie akzeptieren die Ausländer und - wenn sie merken dass man ihrer Sprache mächtig ist - unterhalten sich gerne etwas und sind auch um einen Spass nicht verlegen. Leider aber hat man ohne Chinesisch Kenntnisse hier grosse Probleme mit den Leuten in Kontakt zu kommen, die meisten Chinesen sprechen nur Ihre Sprache - vor vier Jahren war ich sogar mal gescheitert in einem Mc Donalds einen Mc Chicken zu bestellen... ;-)

<br /> <br />Gegen Ende der Woche verlassen wir Peking und gehen in die Provinz Shanxi - ich bin gespannt wie das ländliche China ist. Peking ist schon sehr speziell, wenn streckenweise doch auch schon recht westlich und die Leute im Verhältnis recht gut an Ausländer gewöhnt :-)
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/22/peking.html" />
		<published>2006-05-05T07:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T02:40:09+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.22</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>39.93 116.39</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
	<entry>
		<title type="html">Webcams aus St.Gallen</title>
		<summary type="html"><![CDATA[

Die Webcams von WebTooL.NeT GmbH zeigen Euch tagsüber alle 5 Minuten aktualisierte Bilder aus St.Gallen. Während der Bildausschnitt der ersten Kamera von St.Gallen-St.Georgen aus das Stadtzentrum zeigt, ist die zweite unverkennbar auf die prachtvolle St.Galler Kathedrale gerichtet. <a title="webcam@webtool" href="http://webcam.webtool.net">webcam@webtool</a>.
			]]></summary>
		<link href="http://www.hilar.ch/mem/34/webcams_aus_st_gallen.html" />
		<published>2004-04-24T14:00:00+02:00</published>
		<updated>2006-09-15T03:06:29+02:00</updated>
		<id>tag:www.hilar.ch,1998:HilarLuetolf.34</id>
		<author>
			<name>Hilar Lütolf</name>
		</author>
		<georss:where>
			<gml:Point>
				<gml:pos>47.41 9.37</gml:pos>
			</gml:Point>
		</georss:where>
	</entry>
</feed>
